Begründung warum das Wort Intelligenz neu definiert werden muss

(UHR vom 13.08.2002 und am 14.08.2008 überarbeitet)

Bitte lies vorher die Nr. 308 "Vollkommene Begriffe", um zu verstehen, warum sich Intelligenz "nahezu" einer wörtlichen Beschreibung entzieht.

Vorworte:

Der Untertitel (fast) all meiner Gedanken und Abhandlungen könnte sein:
Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus“ von Laotse

- und als Ausnahme mal langatmig formuliert: Je kontraintelligenter, desto mehr muss ich erklären, je mehr ich erkläre, desto mehr wird das Kernthema von Kontraintelligenten aus den Augen verloren, je mehr das Kernthema aus den Augen verloren wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass auch Details nicht verstanden werden, je mehr Unverständnis sich anhäuft, desto .......... größer wird das Chaos im Kopf – mit der (zwangsläufigen) Folge von Aggression. – Deshalb: Kurz und bündig ist von der Wahrscheinlichkeit her angebrachter.

und im Gedankenansatz und als Reflexion immer wieder alles verknüpfen mit „Was wäre, wenn?“

Nach über 50 Lebensjahren stelle ich fest, dass ich wahrscheinlich ein Legastheniker bin, der sich einigermaßen vernünftig ausdrücken kann. (Evtl. ist auch der Querverweis auf die Nr. 54 interessant "Wie funktioniert mein Gehirn")

Diese Tatsache hat sich bei mir in manchen Bereichen sicher auch nachteilig ausgewirkt – z. Bsp. beim Fremdsprachen erlernen, zu einem ganz speziellen und besonderen Vorteil ist er mir beim Verstehen von Wörtern geworden.

Ein Wort, eine neues Wort wird von meinem Gehirn nicht (immer) 1:1 so in seiner Bedeutung übernommen – wie vorgegeben. Ich muss mir selbst zu einem Wort / einem neuen Wort meine Vorstellungen erarbeiten, um dieses Wort zu verstehen und den Sinn, den dieses Wort in Bezug auf andere Wörter hat.

Da ich schon immer (seit ca. 1980) dem Wort Intelligenz eine andere Bedeutung zumaß, wie sie allgemein in meinem Umfeld formuliert und definiert wurde ( ->siehe die Nr. 20 "Intelligent ist derjenige, der ...") und ich Ende der 90er-Jahre auch noch Bücher in die Hand bekam, wie „Die emotionale Intelligenz“ von Daniel Goleman u.s.w., versuchte ich ein Verständnis für die Vielfalt von Intelligenzen (= emotionale Intelligenz, mathematische Intelligenz, technische Intelligenz, sprachliche Intelligenz, musische Intelligenz, soziale Intelligenz) zu bekommen – und verstand auch nachvollziehend diese Begriffe - in etwa.

Nur eines wurde mir nicht – wurde nicht erklärt – das Wort Intelligenz.

Endlich, im Okt. 2006 versuchte ich diesem, meinem Missstand ein Ende zu setzen und sah im Brockhaus und im Internet nach mit folgenden Ergebnissen:

1. Es gibt scheinbar keine saubere Definition

a. Siehe im Brockhaus, Band 10, Seite 556: ...... Trotzdem konnte bisher noch keine allgemein gültige Definition von Intelligenz formuliert werden.
b. Siehe Internet
c. Siehe die verschieden Intelligenzen, die beschrieben werden. Beispiele: Emotionale Intelligenz, soziale Intelligenz u.s.w.,
d. Siehe die lateinische Herkunft des Wortes „intelligentia“, die mit Einsicht und Erkenntnisvermögen und „intellegere“ mit Verstehen beschrieben wird.
e. Siehe die unterschiedlichen Erklärungen/Deutungen in den verschiedenen Sprachen und Kulturkreisen.

2. Aus 1 (da unsauber, unklar) sich keine weiteren, sauberen Ableitungen ergeben können

3. Aus 1d sich ein extremer Widerspruch ergibt, der zwangsläufig zum Chaos im Kopf führen muss, da ein erklärender Begriff „Erkenntnis“ hier nicht für das Erklären des Wortes Intelligenz verwendet werden darf, weil die Erkenntnis erst weit nach der Intelligenz kommt und überhaupt nicht - und das bisher auch nur annähernd - erklärt wurde.
Anders gesagt: Die Vorraussetzung für
Erkenntnis ist Bewusstsein und für das Bewusstsein die Intelligenz.

Das wäre genau so, als wenn mich ein Kind fragen würde, wie funktioniert eine Uhr und ich würde diesem Kind die Relativitätstheorie von Einstein (wenn ich sie gut könnte) erklären. Aus dieser (von der Wahrscheinlichkeit her sehr unwahrscheinlichen Möglichkeit das Thema Zeit nahegebracht zu bekommen) Erklärung der Zeit über die Relativitätstheorie sollte sich das Kind dann seine Frage nach der Zeit selbst erklären. Das Kind würde mich wahrscheinlich nur ungläubig ansehen und mich für durchgeknallt/verrückt halten.

Einem Philosophie-Studenten wird so etwas zugemutet!!!! Warum? Weil es scheinbar keiner richtig erklärt – denn, wenn dies jemand könnte, dann gäbe es sauber nachvollziehbare Definitionen und nicht diese Unsicherheiten.

-> siehe wiederum 1.
Das Ergebnis: Im Kopf des Philosophie-Studenten entsteht Chaos mit unabsehbaren Folgen.

4. Ein intelligenter Mensch kann das Wort „intelligent“ nicht beschreiben.
Um Intelligenz zu beschreiben ist Bewusstsein nötig. (Um Bewusstsein zu erreichen ist die Grundvoraussetzung intelligent zu sein)

Das wäre so, als wenn man einen Fisch fragen würde, was „Wasser“ wäre. Er würde es höchstwahrscheinlich ähnlich diffus beschreiben können, wie ein intelligenter Mensch das Wort Intelligenz.

Ganz einfach formuliert: Wenn ich intelligent bin (wird gleich erklärt) ist damit die unabdingbare Vorraussetzung vorhanden Bewusstsein entwickeln zu können. Erst wenn die Bewusstseinsentwicklung eingesetzt hat, dann kommt nach etlichen Bewusstseins-Stufen die Erkenntnis.

Definition Intelligenz für über 99% der Menschen:

Intelligenz = zugeben (können)
und nicht glauben (zu müssen)
plus dem Denken nach Wahrscheinlichkeiten.


Intelligente Wesen denken nach Wahrscheinlichkeiten.

Gedanken dazu:
Wenn intelligente Wesen miteinander diskutieren und nach Wahrscheinlichkeiten denken,
dann kann nie Streit entstehen.

Dies im Gegensatz zu Diskussionen unter Menschen, die in den seltendsten Fällen unproblematisch verlaufen, da

a. keine Intelligenz vorhanden ist und
b. nicht nach Wahrscheinlichkeiten gedacht wird

Intelligenz = Wenn man erkennt, dass „zugeben“ der einzig richtige Weg ist, um sein Gehirn zu entgiften,
um es zu reinigen von nicht Zugegebenem.
Einhergehend wird der Glaube auf das ihn Beinhaltende reduziert:
Der Rest von nicht wissen = glauben. Besser ist, der Rest wird nach Wahrscheinlichkeiten im Gehirn abgelegt. Damit erübrigt sich der Glaube generell.

- Intelligente Wesen schaden sich nicht. (rauchen nicht, essen maßvoll, belügen sich nicht)
- Intelligente Wesen wollen mit sich und mit Ihrer Umwelt in Harmonie leben.
- Intelligente Menschen wollen mit sich und mit Ihrer Umwelt und mit dem kontraintelligenten Bevölkerungsanteil von >99% in Harmonie leben.
- Intelligente Wesen und Menschen können mit anderen intelligenten Wesen und Menschen in Harmonie leben.
- Intelligente Wesen denken nach Wahrscheinlichkeiten.

Daraus kann schlussgefolgert werden:

Der Streit und letztendlich der Krieg sind zwangsläufige Folgeerscheinungen von kontraintelligenten* Menschen.
*Kontraintelligenz = eine Wortschöpfung von mir aus dem Jahre 2007, die es nach meinen, damaligen Recherchen noch nicht gab.

Jemanden als kontraintelligent zu bezeichnen ist auf jeden Fall angenehmer, anstatt andere, negative Worte zu verwenden.

Früher verwendete ich immer das altdeutsche Wort „wohlfeil“, welches recht angenehm und nicht beleidigend klingt.
Wohlfeil ist aber nicht mit Kontraintelligenz zu vergleichen, da mit Kontraintelligenz ausgedrückt werden soll, dass etwas der Intelligenz Gegenläufiges getan wird.

Das heißt weiter, da wir Menschen (alle zusammen gesehen)
nicht intelligent sind kann es auch kein liebevolles,
behutsames Miteinander auf diesem Planeten Erde geben.

Damit wäre das Thema (eigentlich) erledigt.

Siehe dazu auch die Nr. 268 "Warum gibt es weltweit so viele Kriege"

Vielleicht hilft dem Einen oder Anderen die gegenteilige Beschreibung von Intelligenz, um den Begriff Intelligenz besser verstehen zu können:

Was sind nicht intelligente, was sind kontraintelligente Wesen?:
Die sich und Anderen Schaden zufügen. = Raucher, Vielfresser, aggressive Menschen, raffgierige Menschen, lügende Menschen, gescheite Menschen welche nicht die Voraussetzungen von Intelligenz erfüllen, d.h., ihre Fehler nicht zugeben können.


Ein passender Spruch von Erich Limpach:
"Ausgesprochene Intelligenz findet man so selten, wie große Diamanten"


Ulrich H. Rose
begonnen am 13.08.2002
wichtige Gedankengänge/Erkenntnisse auf dem Weg die Intelligenz definieren zu können:
vom 11.12.2004 die Nr. 11: "Die beste Fragestellung der Welt":

Erkenntnis "zugeben können" = Nr. 53



Die Definition von Intelligenz für intelligente Wesen und für max. 1% der Menschen
findest Du unter der Nr. 11 "
Die beste Fragestellung der Welt"


siehe auch:

Nr. 132: Färbungen, Einfärbungen, Abfärbungen und intelligente Verhaltensweisen

Nr. 011: Die beste Fragestellung der Welt und die Definition von Intelligenz eines außerirdischen Wesens.

Nr. 102: intelligentes Verhalten

Nr. 185: Das Denken in den Epochen über Bewusstsein und Erkenntnisse

Nr. 199: Intelligenztests haben nichts mit Intelligenz zu tun, sie sind nur Zuordnungstests

Nr. 182: Intelligenz und "frei denken können"

Nr. 194: Gedanken zu Bewusstsein am 27. September 2011

Nr. 135: Über Sinne und Sinnesorgane und Nr. 243 Gedankenkonzentrate in Gedankenwolken

Nr. 17 = die menschlichen Grundwerte, im Zusammenhang mit der Nr. 201 = Leitwerte und Grenzwerte



Vor ca. 200 Jahren dachte jemand wahrscheinlich ähnlich, wie ich:

Höflichkeit ist die Blüte der Menschlichkeit.
Wer nicht höflich genug, ist auch nicht menschlich genug.
Joseph Joubert, französischer Moralist und Essayist
* 07. 05. 1754 - Montignac, † 04. 05. 1824 in Villeneuve-sur-Yonne


Einschub am 28.05.2015:
Gerade entdeckte ich, dass ich vor ca. 12 Jahren, im Jahr 1996, die Grundlagen für diese Nr. 19 "Definition von Intelligenz" gelegt hatte.
Wen das interessiert, der sehe sich bitte die Nr. 26 an "Lebensregeln von und für Ulrich H. Rose" Ende Einschub


Siehe auch unbedingt die Nr. 303 "
Mein Weg hin zu Intelligenz und Bewusstsein"


Was sagte Albert Einstein im Jahr 1940 zu Bertrand Russell und dies im Zusammenhang mit der Intelligenz:
Große Geister haben stets heftige Gegnerschaft in den Mittelmäßigen gefunden.
Diese Letzteren können es nicht verstehen, wenn ein Mensch sich nicht gedankenlos ererbten Vorurteilen unterwirft,
sondern ehrlich und mutig seine Intelligenz gebraucht und die Pflicht erfüllt,
die Ergebnisse seines Denkens in klarer Form auszusprechen.


Wiedergutmachung durch "Fehler zugeben"

Spruch von Ulrich H. Rose zu Fehlern zugeben Einen Fehler zuzugeben ist die erste Stufe der Wiedergutmachung. Die Wiedergutmachung erfordert den doppelten Aufwand des Aufwandes für den Fehler. Aus diesem Grunde wird kaum zugegeben und Wiedergutmachungen erfolgen spät bis gar nicht. UHR vom 01.04.20111


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Intelligenz ist ...

Spruch von Ulrich H. Rose Definition Intelligenz Intelligenz ist zugeben können und nicht glauben müssen plus dem Denken nach Wahrscheinlichkeiten. UHR vom 14.08.2002


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Spruch von Ulrich H. Rose zur Intelligenz Intelligenz = Wenn die Einsicht größer ist als die (unbewussten) Verteitigungsstrategien.

Erklärung Begriff "Kontraintelligenz oder kontraintelligent" = Nr. 24

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Spruch von Dr. Jochen Zaremba zu Intelligenz Intelligenz ist die Fähigkeit den eigenen Standpunkt hinterfragen zu können.


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Intelligenz = Verstehen des kosmischen Sinnes

Spruch von Ulrich H. Rose zur Intelligenz


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Intelligenz ist nicht steigerbar, ...

Spruch von Ulrich H. Rose zur Intelligenz Intelligenz ist nicht zu steigern. Entweder ist sie vorhanden – oder nicht. UHR vom 28.08.2006


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Zur Intelligenz muss man ...

Spruch von Ulrich H. Rose Intelligenz Bewusstsein Zur Intelligenz muss man hinwollen, sich hinarbeiten, sich anstrengen. Dann taucht Bewusstsein auf und steigert sich stetig fließend ohne Anstrengung." UHR vom 28.08.2006


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Große Geister haben stets ...

Spruch von Albert Einstein zu Bertrand Russell Große Geister haben stets heftige Gegnerschaft in den Mittelmäßigen gefunden. Diese Letzteren können es nicht verstehen, wenn ein Mensch sich nicht gedankenlos ererbten Vorurteilen unterwirft, sondern ehrlich und mutig seine Intelligenz gebraucht und die Pflicht erfüllt, die Ergebnisse seines Denkens in klarer Form auszusprechen.


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Vom Denken bis zur Weisheit

Vom Glauben über DenKen bis zur Weisheit ... Vom Glauben über DenKen, die Intelligenz und Verstand zu Bewusstsein, Vernunft Liebe und Glück zu Erkenntnissen bis zur Weisheit. Ulrich H. Rose vom 18.03.2017. Einer von 250 kann DenKen. Einer von 100.000 gelangt zur Intelligenz. Einer von 120.000 gelangt zu Verstand. Einer von 200.000 gelangt zu Bewusstsein. Einer von 500.000 gelangt zur Liebe. Einer von 20 Millionen kann NEUES erdenken = Erkenntnisse hervorbringen. Einer von 500.000.000 gelangt zur Wahrheit. Einer von 4 Milliarden gelangt zur Weisheit, also kaum einer auf diesem Planeten Erde.

Wenn Du wissen willst, warum der Glaube = VL 190 (und auch das Wissen VL 193) sich auf die Menschen negativ auswirkt, dann sieh Dir die Nr. 05 "Die Bewusstseinsebenen"an.

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Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose

Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose Der blinde Fleck beim Denken. Daraus ergibt sich: a. Je gescheiter, desto uneinsichtiger. b. Je gescheiter, desto kategorischer. c. Je gescheiter, desto kompromissloser. d. Je gescheiter, desto dogmatischer. e. Je gescheiter, desto unreflektierter im Denken und Handeln. f. Je gescheiter, desto zerstörerischer für die Menschen. g. Je gescheiter, desto zerstörerischer für die Umwelt. Ulrich H. Rose vom 09.08.2010

Siehe dazu auch die Nr. 137 "Der blinde Fleck beim Denken"
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Ein echter Dialog setzt die Anerkennung ...

Spruch von Kwasi Wiredu zum Dialog mit Respekt Ein echter Dialog setzt die Anerkennung der moralischen Gleichheit aller Beteiligten voraus. Insofern bedingt der Dialog den Respekt des anderen - an dem es gewissen Gesprächspartnern sowohl im Kopf wie im Herzen fehlt. Kwasi Wiredu, einer der bekanntesten Philosophen Afrikas, * 3. Oktober 1931 in Kumasi, Ghana

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de