Wie funktioniert mein Gehirn im Vergleich zu anderen Menschen?
Von Ulrich H. Rose vom 22.08.2008

Ich habe, im Vergleich zu anderen, sehr gescheiten Menschen - und trotz meines IQ's von ca. 150, ein wahrscheinlich gröberes Nervenzellen-Gerüst im Kopf. Dies hat den Nachteil, dass ich kein hohes Detailwissen habe.
Hinzu kommt, dass ich wahrscheinlich ein Legastheniker bin.

Daraus resultierend ergaben sich zu meiner Überraschung folgende Vorteile:

1. (Neue) Wörter muss und will ich intensiver begreifen lernen. Zusätzlich glaube ich nicht von vornherein eine Wortbedeutung, sondern ich will mir die Wortbedeutung logisch herleiten und selber begreifen lernen, anstatt die Wortbedeutung nur stur auswendig zu lernen.

2. Da mein Gehirn ein gröberes Nervenzellen-Gerüst aufweist ist es für mich scheinbar leichter eine Idee zum Ziel zu bringen, ohne mich in meinen Gedanken zu verlieren. Mein Gedanke kommt eher an sein Ziel, da weniger Störimpulse auftauchen.

3. Scheinbar habe ich die Möglichkeit im Vergleich zu meinen Mitmenschen mittels meines Großhirns mein Stammhirn einigermaßen in seinen Reaktionen zu begreifen und zu verstehen. Daraus resultiert, dass ich z. Bsp. Aggressionen für kontraintelligent halte und deshalb Aggressionen für meine Umwelt spielen muss, um verstanden zu werden.
Deshalb ist es mir auch möglich innerhalb von Sekundenbruchteilen von einem lauten, erregten (= gespielten) Tonfall in einen ganz ruhigen Tonfall zu wechseln.

Siehe hierzu auch meine neuesten Gedanken: Nr. 319 "Immaterielle Gedankenwolken, der Ort der Bewusstseinsbildung" vom 22.10.2015, also 7 Jahre später.


4. Ich lebe sehr gern, ich fühle mich sehr gut. Negatives beeinflusst mich nur gering.

5. Da mein Gedankenspeicher im Gehirn mit den menschlichen Grundwerten verknüpft ist und ich bei den Gedankengängen immer alles Gedachte mit den menschlichen Grundwerten abstimme, gelingt mir ein sehr freies Denken.
Insbesondere das "zugeben können" ist eine besondere Eigenschaft meines Gehirns.

6. Mein größter Vorteil: Mein philosophisches Wissen habe ich mir - bis zum 32. Lebensjahr - selbst erdacht, ohne Studieren, ohne Bücher lesen, ohne Mentor.

7. Eine wunderbare Gabe war mir in die Wiege gelegt worden, man konnte mich nicht ärgern. Ich verstand schon als 14-jähriger nicht, warum man mich ärgen wollte. Ich sah da keinen Sinn drin jemanden zu ärgern. Dies, dem mich Ärgernden kundgetan, erzeugt dann erst recht Aggressionen mir gegenüber.
Einschränkung: Über mich selbst kann ich mich schon ärgern.
Ein Beispiel dazu: Wenn ich in eine enge Hose schlüpfe und stecken bleibe, weil ich nicht meine Zehen nach vorne strecke.

8. Ab ca. dem 50. Lebensjahr gelingt es mir, wenn ich es will und auch während des Sprechens mit Jemandem, innerhalb von 2-3 Sekunden in Trance zu fallen. Das sich dann einstellende Gefühl ist phantastisch, es fühlt sich wie Schweben im Raum an.

9.
Ab dem 35. Lebensjahr empfinde ich die Zeit als extrem langsam ablaufend. Ab dem 45. Lebensjahr empfinde ich ein Jahr, wie eine Ewigkeit. Ab dem 56. Lebensjahr geschieht dies auch in Richtung der Zukunft. Bis ich ein Jahr älter werde, das dauert sehr sehr lange.

10. Ab ca. dem 55. Lebensjahr stellte ich zu meiner Überraschung fest, dass ich etwas - auch auf äußeren Wunsch hin - vergessen kann.
Das bekannte psychologische Beispiel "Denken sie nicht an einen blauen Elefanten" funktioniert bei mir, d.h., ich kann den blauen Elefanten vergessen.
Dies hat etwas mit der Nr. 7 + der Nr. 8 zu tun. Wenn ich mit jemandem diskutiere, und feststelle, dass man statt logisch nur eigennützlich und unhöflich argumentiert, dann habe ich gelernt, mein Gehirn auf Entspannung zu schalten, damit ich meinem Gesprächspartner nicht ebenfalls unhöflich begegne. Denn ich habe über die vielen Jahre zuvor gelernt, dass, wenn jemand unlogisch argumentiert und dabei auch noch unhöflich wird, meistens nicht überzeugt werden will. In diesem Falle akzeptiere ich das und schalte mein Gehirn ab, um mir dumme Kommentare zu ersparen.

Besondere Belastung meines Gehirns ab ca. dem 15 Lebensjahr bis zum 19. LJ:
In diesen 5 Jahren putzte ich meine Zähne mit der Zahnpasta SIGNAL. Ich kann mich noch heute gut daran erinnern, dass damals im Radio die folgende Werbung lief: "SIGNAL - SIGNAL - die Zahncreme mit den roten Streifen. Mit Bromchlorophen in den roten Streifen."

Mit ca. 18 Jahren beginnend stellte ich fest, dass ich während des Diskutierens mit Jemandem plötzlich, statt eines Kopfes mit einem Gehirn darin, einen Fußball da oben hatte, mit NICHTS darin. D.h., ich verlor den Faden gänzlich und musste mir von meinem Gesprächspartner helfen lassen den Faden wiederzufinden.
Zu meinem Glück leitetet ich damals in der GEIGY in Basel ein Labor und hatte Zugang zu einem Infodienst über neue Erkenntnisse von chemischen Produkten. Damals las ich, dass man im Amerika festgestellt hatte, das Bromchlorophen genau das verursachte, was ich damals erlebte - Aussetzer des Gehirns. Ich setzte sofort die Zahnpasta SIGNAL ab. Nebenbei: Kurz danach, ich denke, es war Anfang der 1970er Jahre, stellte man die Werbung mit dem Bromchlorophen ein.
Eine Besserung meiner Aussetzer stellte sich aber erst langsam - und über Jahre - bei mir ein. Es war damals ein Horror für mich in solche Situationen zu kommen. Schon alleine mein Wissen um diese Aussetzer - und die damit verbundene Rückkopplung - machte die Sache eher noch schwieriger und unangenehmer für mich.
Noch heute, jetzt mit fast 63 Jahren, habe ich vielleicht 2x im Jahr diese Aussetzer. Nur, diese Aussetzer, sind nicht mehr so brutal, wie damals, weil ich gelassener damit umgehen kann und nicht diese extreme Leere im Kopf, wie damals empfinde.
D.h., ich finde den Faden wieder.

Nachbetrachtung diese letzten Kapitels:
Ich kann natürlich nicht sicher sagen, ob ich im 2. Lebensjahrzehnts nur wegen des Bromchlorophens Probleme mit Aussetzern im Gehirn hatte. Evtl. ist das mit den Aussetzern in diesem Zeitraum der Pubertät normal und ich kämpfte nur (wg des Wissens der Wirkung von Bromchlorophen auf das Gehirn) extrem dagegen an.

Vielleicht war das damals - das Ankämpfen gegen die Aussetzer im Gehirn - der Beginn meiner DENK-Karriere.

Vielleicht kann ich deshalb von meinem Großhirn aus mein Stammhirn# in Ausnahmefällen verstehen (kontrollieren?) und muss deshalb z. Bsp. Aggressionen* spielen.

* siehe Nr. 3

# Stammhirn = bei mir immer wieder auftauchende, vereinfache Zusammenfassung des Hypothalamus, Kleinhirn, Zwischenhirn


Wer kann mir hier Tipps geben - hinsichtlich der Einflussnahme von Bromchlorophen auf das Gehirn und dessen evtl. Folgen und Spätfolgen?
Bitte Mail an: ulrichhrose@web.de

Nicht auswendig lernen wollen

Etwa 1967, mit 16 Jahren stellte ich - als Chemielaborantenlehrling in der BASF in Ludwigshafen - fest, dass ich mir keine Formeln merken wollte. Mir reichte es, die Formeln herzuleiten.

Das hatte Auswirkungen auf die Einlagerung von neuen Informationen in mein Gehirn.

Eine neue Information wurde erst mal:

a. nach Wahrscheinlichkeiten abgeklopft und

b. auf das für mich Glaubhafte reduziert, d.h., ich nahm jede Information erst mal wahr und gab mir zwingend vor, dass jede von außen kommende Information erst mal von mir zu 50% geglaubt wird. Den Rest versuchte ich mir durch Nachfragen und Nachforschungen glaubhaft zu machen.

c. Wenn dann eine Information mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit belegt war, dann legte ich sie in Fragmenten in mein Gehirn ab. Das Ablegen in Fragmenten, das ist der wichtigste Hinweis, den ich Dir hier geben kann.

Das bedeutete weiter, dass, wenn mich Jemand fragte, was ich zu einem Thema zu sagen habe, ich jedes Mal von Vorne mit dem DENKEN begann und nicht auswenig Gelerntes von mir gab.

Das ist, aus einem Abstand von ca. 50 Jahren betrachtet, wohl der Beginn meines DENKENS gewesen.

Dazu, zum DENKEN, findest Du hier in Definition-Bewusstsein.de am Meisten.

Warum das? Weil das DENKEN sehr viel Energie erfordert und (leider) nur max. von 1% der Menschen beherrscht und genutzt wird.

Um diesen letzten Satz zu verstehen, dazu müsstest Du wahrscheinlich alles hier in Definition-Bewusstsein.de gelesen haben.

Vereinfacht und an intelligente Menschen gerichtet:
Da das (von mir groß geschriebene) DENKEN mit der Logik verknüpt ist, aus diesem Grunde ist das "normale Denken" nur ein vergleichendes Zuordnen von Wissensinhalten. D.h., kontraintelligenten Menschen sind nur "Wissenwiedergeber" = WWG

Ulrich H. Rose
am 02.02.2016

Drei Menschen gab es bisher, denen ich begegnete, und deren Gehirn ich überzeugend - und besser als meines - fand:

Wolfgang Denz, Vertriebstrainer aus Hagen

Michael Löhner, Geschäftsführer der Michael Löhner Management und Führungskultur GmbH

Eberhard Wüst, Professor für Psychologie und Management an der Hochschule der Medien in Stuttgart

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de