Grobe Erklärung Innenwirkung:

Ich berücksichtige zuerst mich und denke erst in zweiter Linie an meine Umwelt und, wie diese Umwelt mich sehen würde.
Ich betrachte die Welt von meiner Sicht, von meinem Standpunkt aus.
Ich berücksichtige zuerst mich und nicht die Anderen beim Betrachten von Problemen/Vorgängen.

-> siehe dazu unbedingt die Nr. 02 "Egoist, neu erklärt"

Das bedeutet, ich muss zuerst an mich denken um zu gefestigten Sichtweisen zu kommen.
Diese gefestigten Sichtweisen erzeugen ein stabiles Fundament, von dem aus ich positiv wirken kann.

Ohne ein stabiles Fundament kann man nicht, ausgehend von gefestigten Sichtweisen, zu abgesicherten Standpunkten kommen und demzufolge auch keine Schwerpunkte mit sicher begründbaren Schwerpunkten setzen.

Ich setze Schwerpunkte in meinem Leben und richte meine Ziele danach aus.

Grobe Erklärung Außenwirkung:

Ich betrachte die Welt von der Sicht des/der Anderen aus.
Ich denke zuerst daran (bei Problemen/Vorgängen) wie die Anderen über mich denken und urteilen würden – und vergesse dabei mich – und handle so, wie es die Anderen von mir erwarten würden!

Beispiel: Ich mache unbewusst Trends mit, die nicht unbedingt meinen Vorstellungen entsprechen.

Detaillierte Erklärung Innenwirkung:

Alle Menschen neigen dazu ihr Tun und Handeln gedanklich mit ihrer, sie umgebenden Umwelt zu vergleichen, um abzustimmen – was für sie
a. richtig und
b. lebenserhaltend / von Vorteil ist

Trotzdem gibt es Lebenssituationen, die in Abgleichung mit der Umwelt bei Menschen, die keinen festen Lebenssockel haben, dazu führen, dass Sie ihre innere (richtige) Meinung, ihr inneres (richtiges) Gefühl der allgemeinen Meinung/Stimmungslage/Zwängen opfern, um ja nicht als Außenseiter aufzufallen und verlacht zu werden.


Beispiel: Volksmusik // Rockmusik

Bei der Volksmusik ist überwiegend das „einfache Volk“ ein dankbares Publikum.
Bei der Rockmusik ist überwiegend das „intellektuelle Volk“ ein anspruchsvolles Publikum.
Bei der Hardrock-Musik ist überwiegend das „coole Volk“ ein abreagierendes Publikum.



Ein Beispiel aus meinem Leben zum Thema Volksmusik // Rockmusik:

Ich mag Volksmusik, und ich stelle fest, dass diese Volksmusik aus dem Herzen kommt.
Dies spüre ich und erkenne es zum Beispiel daran, dass die Interpreten beim Singen lachen.
Das Gegenteil sehe ich in der Rockmusik. Deren Interpreten, so stellte ich fest, haben keine lachenden Gesichter, deren Gesichter sind zu Fratzen verzerrt und diese zeigen eine deutlich andere Gemütslage und innere Einstellung, als bei den Volksmusikanten.
Trotzdem akzeptierte und akzeptiere ich die Menschen, die Rockmusik mochten und mögen und verlachte diese nicht.

Wenn ich in eine Gesellschaft komme, die der Rockmusik zugetan ist erlebt ich, wenn ich sage, dass ich die Volksmusik mag, dass man mir missgünstig gegenübersteht, mich zum Teil mit Verachtung straft und mich mit meiner Liebe zur Volksmusik verlacht.

Bei vielen meiner Schulkameraden/Schulkameradinnen beobachtete ich folgendes:
Der äußere Einfluss war so stark cool zu sein, cool zu wirken, dass das innere Gefühl zugunsten der außen vorherrschenden Meinung aufgegeben wurde und viele sich der vorherrschenden Meinung anschlossen.
In der Gruppe wurde die vorherrschende Meinung (das Volksmusikfreunde zu verlachen sind) manifestiert.
Dies hatte zur Folge, dass sich neue Wahrheiten bildeten.

Weitere Gedankenansätze, anstatt Volksmusik:
Prägung, Politik, Familie, Rauchen, Essen, Macht, Kirche, Liebe,


Nun zur Innenwirkung zurück:

Es ist äußerst wichtig, dass man zuerst die Innenwirkung, dies ist, was für einen selber richtig und wichtig ist, berücksichtigt – sich auf „seine Insel“ begibt und dies erst mal für gut befindet, dass man auf dieser Insel ist – weil man ein wertvoller Mensch ist und weil man so fühlt.
Der nächste (Gedanken-) Schritt ist der (nach dem Fühlen), sich klar zu sein, dass dies so richtig ist. Erst danach darf man sich der Umwelt widmen und seine Gefühle und sein Wissen mit den äußeren Eindrücken vergleichen und beginnen zu urteilen. Dieser antrainierbare Prozess führt dazu, dass man sich aktiv mit seiner Umwelt auseinandersetzt und sich nicht passiv den vorherrschenden Meinungen hingibt/ergibt.

Leitsatz: Innenwirkung immer vor Außenwirkung.



Mir sollte sich klar (bewusst) sein: Die Außenwirkung kann so oder so sein (positiv, neutral oder negativ), ich muss aber immer zuerst daran denken, was ich für gut befinde, was für mich wichtig und richtig ist.

Zu den Gedankenansätzen:

Prägung:
Ich wurde und werde geprägt.
Kann ich aus meiner Prägung, die evtl. für mich schädlich ist, ausbrechen?
Antwort: Dies ist sehr schwer, meistens sollte man fremde Hilfe in Anspruch nehmen.

Ist die Innenwirkung wegen Prägungen noch aufspürbar und bewusst erfassbar?


Familie:
Inwieweit bin ich bereit und in der Lage meiner Familie die Zeit, Achtung und Liebe entgegenzubringen, die Sie verdient?
Innenwirkung selbstverständlich?

Die richtige Reihenfolge muss sein: Familie, Verwandte, Nachbarn, Freunde.

Fragestellung an sich selbst: Behandle ich die Nachbarn höflicher, als meine Familie?
Wenn ja, was läuft da falsch?
Siehe auch die Nr. 26 "Lebensregeln" + die Nr. 17 "die menschlichen Grundwerte"


Politik:
Wurde ich evtl. von meinen Eltern, meiner Umwelt geprägt. Habe ich evtl. innere Werte, die mit meiner politischen Zugehörigkeit nicht in Einklang zu bringen sind?
Innenwirkung mit Außenwirkung bewusst verglichen?


Rauchen:
Was musste alles in meinem Kopf passieren, um das Rauchen für mich -- trotz allen Wissens um die Schädlichkeit, des schlechten Vorbildes, der Umweltverschmutzung, der Inanspruchnahme aller für meine Folgeleiden -- akzeptabel zu machen?
Innenwirkung vergessen, vernachlässigt, unterdrückt?


Essen:
Was passiert täglich in meinem Kopf, dass ich maßlos esse – trotz allem Wissens um die Schädlichkeit des maßlosen Essens auf meinen Körper, mein Befinden, mein mir selber etwas Vormachen, dass alles so in Ordnung ist?

Hier ist die Innenwirkung einem Trugschluss erlegen, da man scheinbar richtig vorging, sich aber von falschen Leitsätzen verleiten ließ, die sind: Heute ja, morgen wieder weniger. Dies alles braucht mein Körper. Irgendwann unternehme ich etwas dagegen. Ich fühle mich wohl. Man mag mich so, wie ich bin. Ich mag mich so, wie ich bin. Es gibt schlimmeres, u.s.w., u.s.w.


Innenwirkung richtig: Ich muss zuerst an mich, das ist meinen Körper, meine Gesundheit denken.
Gesund heißt, normales Gewicht haben, damit alle Organe in meinem Körper optimal arbeiten können.

Außenwirkung richtig: Dem Club der Dicken (im Club der eher krank Werdenden) muss ich nicht angehören. Mein Lebensmittelladenbesitzer, mein Koch in meinem Lieblingsrestaurant lebt für sich sein Leben -- und so hoffe und unterstelle ich, auch richtig – ich aber muss mein Leben für mich richtig leben und zuerst an mich – meine Gesundheit – mein Leben – denken.

Macht

Macht:

Welchen Prinzipien habe ich mich unterworfen, damit ich an die Macht kam und meine Macht erhalte und ausbaue?
Inwieweit habe ich meine Macht auf Kosten Anderer aufgebaut?
Habe ich diese Macht verdient? Jetzt wird es noch komplexer, als beim Thema Essen.
Auch hier ist die Innenwirkung einem noch viel komplexeren Trugschluss erlegen.

Die falschen Leitsätze hier: Um Macht zu haben/ausüben zu können muss ich Einfluss/Geld haben.

Dies hat zur Folge, dass ich Menschen gegen ihren Willen zu Handlungen (er)presse, die mir in meiner Innenwirkung helfen mein Machtpotential weiter auszubauen.
Statt mich in bestimmten Situationen anzustrengen und mit meinem Intellekt/Wissen und meinem Charme etwas zu erreichen habe ich Macht ausgeübt.
Dies hatte zur Folge, dass meine Untergebenen mich in meiner großartigen Art nicht kennen lernen konnten und ich dadurch auch sehr wenig Zugang zu den Untergebenen fand.
Zugang fand ich eher zu ähnlich machtbesessenen Menschen, wie ich es bin.

Meine Fragen an mein Bewusstsein:
Was habe ich alles auf Kosten der Macht gewonnen? Geld: ja! Freiheit? -> nur scheinbar!

Meine Fragen an mein Unterbewusstsein:
Was habe ich auf Kosten der Macht verloren?
Verloren habe ich: Die Freiheit. Durch jedes Objekt, welches ich besitze wurde ich gebundener, da ich mich gegen den Verlust der Objekte wehren muss – zumindest muss ich um deren Erhalt sorgen.
Was ging/geht mir an Zeitqualität verloren, nur weil ich mehr besitze, als andere?


Innenwirkung richtig für mächtige und machtbesessene Menschen:

Ich muss zuerst an mich, meinen Körper und meinen Geist denken.
Was muss ich machen, damit ich nicht Lebensqualität mit Lebensstandard verwechsle?
Ich weiß, dass ich für mich Zeit brauche, um meinem Leben einen tieferen Sinn zu geben als nur Geld und Macht. Ich weiß, dass ich auch für meine Familie Zeit brauche, damit mir meine Familie, aus der ich Kraft für meine Arbeit schöpfe, erhalten bleibt.
Ich weiß, dass ich, wenn ich meine Untergebenen mit ihrem umfangreichen Wissen für meine Belange begeistern kann, ich Arbeit/Macht abgeben kann – dadurch Zeit für mich gewinne – und wenn ich auch noch die Macht, das ist das Geld verteile damit Geld = Probleme = Zeitverluste nach unten weitergebe.
Zugleich bekomme ich wahre Freunde in meinem eigenen Unternehmen und steigere meine und die Lebensfreude meiner Untergebenen, die jetzt zu Mit-Arbeitern geworden sind.


Außenwirkung richtig:

Ich muss nicht dem Club der Reichen angehören (obwohl ich reich bin = an Geld und auch an Bewusstsein), ich kann es mir erlauben anstatt Golf zu spielen, zu Segeln, Rennen welcher Art auch immer zu fahren, mit Geld zu spielen – stattdessen kann ich auch mal „nur“ mit meiner Frau/Mann/Familie, meinen Kindern/Freunden spazieren gehen, mich mit ihnen unterhalten, ihnen zuhören, ihnen Positives sagen (wie ich es auch meinen Mit-Arbeitern sage).
Kurzum: Ich gebe denen die Zeit, die es verdienen, da sie mir ihre Kraft, ihre Gunst geben, damit ich die Kraft habe Macht richtig zum Wohle Aller auszuüben.


Zu Kirche und Liebe folgen die Überlegungen zu einem späteren Zeitpunkt.



Das Innenleben sollte immer reicher sein als das Äußere.

Ulrich H. Rose
vom 28.11.2010
Ergänzung zur Nr. 18 „Innenwirkung/Außenwirkung“ vom 13.08.2002



Dazu fällt mir ein weiser Gedanke von Mahatma Gandhi ein:
Lebe einfach, so dass andere einfach leben können.

Mahatma Gandhi,
Mohandas Karamchand Gandhi,
indischer Rechtsanwalt,
politischer und geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung
* 2. Oktober 1869 in Porbandar, Gujarat
† 30. Januar 1948 ermordet in Neu-Delhi



Ulrich H. Rose
*06.04.1951
vom 13.08.2002 und in kleinen Teilen am 19.12.2007 ergänzt

Lebe einfach, so dass andere ...

Spruch von Mahatma Gandhi zum einfach Leben. Lebe einfach, so dass andere einfach leben können.

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de