Kritik und Kritik-Fähigkeit (neu formuliert am 09.02.2018)

Diese Abhandlung Nr. 125 ist vom 01.11.2009 und wurde von mir am 09.02.2018 überarbeitet.

Das Original wird hier am Ende in der Farbe dunkelgrün wiedergegeben.

Sehr wenig Menschen sind kritikfähig. Warum ist das so?

Es liegt am „nicht zugeben können“, besser am „Fehler nicht zugeben können“.
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Hier die Hintergründe in chronologischer Reihenfolge zu meiner Aussage vom 01.11.2009, dass die Menschen nicht kritikfähig sind?

A. Bevor ich über das „nicht zugeben können“ nachdachte dachte ich 3 Jahre zuvor, am 09.08.2006 über „zugeben können“ nach. (Nr. 53)

B. Die Grundlagen zu dieser Abhandlung vom 09.08.2006 wurden weitere Jahre zuvor, im Jahr 2001 erdacht, als ich mit 50 Jahren in dem Moment einer Sekunde – beim Durchlesen der „10 menschlichen Grundwerten - erkannte, dass es vor dem „ehrlich sein“ noch etwas gibt, das „zugeben können“. Ich schlug mir damals mit der flachen Hand heftig an die Stirn und sagte zu mir: „Warum hast Du das nicht schon viel früher herausgefunden? Das ist doch so offensichtlich, naheliegend und leicht zu erdenken!! Warum bist Du nicht früher darauf gekommen!!??“

C. Diese gewaltige Erkenntnis, dass vor dem „ehrlich sein“ noch das „zugeben können“ kommt, diese formulierte ich dann am 09.08.2010 in der Nr. 137 "Der blinde Fleck beim Denken" aus.

Damit wäre eigentlich alles gesagt – wenn Du die LINKS hier aufmerksam durchliest und vor Allem – verstehst!

Nur, das Verstehen, das funktioniert nicht. Das habe ich in den vergangenen 8 Jahren – seit dem Ausformulieren des „blinden Fleck beim Denken“ in vielen Gesprächen sehr deutlich bemerkt.

Heute, am 09.02.2018, ist es nun überfällig, dass ich mein aktuellen Gedanken, die schon seit gut 2 Jahren in mir schlummern, mit meinen zwischenzeitlichen Gedanken von 2001, 2006, 2009 und mit meiner Erkenntnis vom 2010 verknüpfe.
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Nun zum dritten Mal:
Sehr wenig Menschen sind kritikfähig. Warum ist das so?
Ulrich H. Rose vom 09.02.2018

Es liegt an unserer nicht weit zurückliegenden Vergangenheit.
Mit „ nicht weit zurück liegenden Vergangenheit“ meine ich die letzten ca. 10.000 Jahre. „Nicht weit zurückliegend“ bedeutet, in Generationen umgerechnet, dass nur ca. 300 bis 400 Generationen zwischen uns Neuzeitmenschen und den Steinzeitmenschen liegen. In ca. 300 bis 400 Generationswechseln kann es keine entscheidenden Veränderungen des Genoms Mensch, insbesondere des Gehirns geben. Das bedeutet ganz simpel ausgedrückt: Wir sind geistig nicht weiter, als die Steinzeitmenschen. Wir Neuzeitmenschen leben mit den Prägungen, die schon die Steinzeitmenschen innehatten und die für deren Überleben wichtig waren.

Welche Voraussetzungen waren in der Steinzeit wichtig, um in einer Horde Menschen zu überleben und was für Auswirkungen hat dieses steinzeitliche Verhalten auf unser heutiges Leben?

1. Der Zusammenhalt der Horde in der Steinzeit ermöglichte das gemeinsame Verteidigen gegenüber anderen Horden und das gemeinsame Jagen – auch von größeren = stärkeren Tieren.

2. Aus 1 kann gefolgert werden, dass Einzelgänger, die eine eigene Meinung vertraten und/oder die sich der Horde nicht anschließen wollten,
a. kaum überlebten und
b. kaum Nachkommen hatten und deshalb
c. sich mit ihrer „Einzelmeinung“, ob die nun gut oder schlecht war – das ist bei dieser Betrachtungsweise unerheblich – nicht durchsetzen konnten.

3. Aus 2 kann gefolgert werden, dass der Spruch richtig sein dürfte „Der Stärkere setzt sich durch“, denn „Der Gescheitere“ war dem Stärkeren meistens unterlegen.
Nur jetzt, da wird es kompliziert und komplex, da wir ja auch wissen, dass viele Gescheite sich schon vor ca. 3.000 Jahren Riesenreiche erschufen und nicht mehr unbedingt deren Stärke im Vordergrund stand, sondern immer mehr zunehmend deren Macht und das Geld.
Jetzt gehen wir nochmal zu Punkt 2 zurück und werden feststellen, dass auch vor ca. 3.000 Jahren der Einzelgänger, der eine eigene Meinung vertrat, wenig Überlebenschancen hatte, wenn es den Mächtigen nicht gefiel. Das bedeutet, auch vor ca. 3.000 Jahren gab es eine Auslese, welche jetzt die Stärke und zunehmend die Macht bevorzugte. Die wenigen Denkenden, die Philosophen um die Jahre 200 bis 500 v. Chr., die nach der Weisheit suchenden, setzten sich nicht durch. Beweis: Heutzutage ist kein Philosoph nur einen Deut weiter, als Sokrates, Platon, Aristoteles und vor allem Heraklit – und das nach 2.300 Jahren des vermeintlichen Denkens!!! Ein Armutszeugnis sondergleichen, denn die Machtprinzipien gelten gleichermaßen und die Philosophen (ER Aufruf 2) haben sich diesen Machtprinzipien auch - gedankenlos - untergeordnet.

Lies bitte an diesem Punkte angekommen die Nr. 185 „Das Denken in den Epochen.

4. Nun machen wir einen großen Zeitsprung und tauchen in unsere Zeit ab dem Jahr 1990 ein. Gedanklich gehen wir aber nochmal 10.000 Jahre zurück und betrachten die Steinzeitmenschen in der Horde mit den Menschen vor 3.000 Jahren und mit uns in der Jetztzeit. Was brauchten alle diese Menschen in den Horden, in den Weltreichen und in der Jetztzeit?
Richtig! Anführer, an denen sich der bedauernswerte Rest orientieren musste – ob er wollte oder nicht, oder heute: Ob er will oder nicht. Die Einzelgänger mit eigenen Meinungen überlebten nicht, auch die heutigen Einzelgänger überleben nicht, da sie zu wenige sind und sich nicht massenhaft vermehren = sich durchsetzen können, um auf die Gene entscheidend beeinflussend einwirken zu können. Wer jetzt zu den heutigen Einzelgängern die Nerds, wie Bill Gates, Steve Ballmer, Steve Jobs oder Mark Zuckerberg hinzuzählt, der liegt richtig. Nur diese Sorte von Einzelgängern, die wird sich ebenfalls nicht durchsetzen können, da sie nicht die Masse sind und in ihren Elfenbeintürmen zu wenig Nachkommen zeugen können.
Nur, im Gegensatz zu früheren Zeiten kommen Einzelgänger wie Nerds (Fachidioten) heutzutage zu unermesslicher Macht und Geld.

5. Wie schon in Punkt 3 erwähnt: Es wird kompliziert und komplex. Nun betrachten wir erst mal Punkt 4 und vergleichen ihn mit den vorangegangenen 3 Punkten. Dabei fällt auf, dass es scheinbar einen Wandel gegeben hat. Der Wandel betrifft die Einzelgänger, die früher kaum Macht und Geld erlangten, heutzutage diese Einzelgänger aber zu immenser Macht und Geld gelangen.
Was wurde bei dieser Betrachtungsweise nicht berücksichtigt?
Richtig! Das Grundprinzip, welches ALLEM zugrunde liegt! Das Grundprinzip ist eindeutig auszumachen, es ist das Streben nach Macht, Einfluss und Geld.
Wenn wir dieses Grundprinzip „Machtstreben“ vor 10.000 Jahren bis zum Jahr 2018 als Maßstab anlegen, dann wird alles stimmig. Richtig?
Alles strebt nach Macht, Einfluss und Geld – und Diejenigen, die dieses Machtstreben nicht in sich haben und Diejenigen, die Verlierer beim Kampf um die Macht sind, die müssen sich – direkt oder indirekt, wissentlich oder unwissentlich der Macht und dem Geld beugen.

6. Was verblasst neben diesem evolutionären Grundprinzip, dem „Machtstreben“? Das Streben nach Vernunft, Liebe und Frieden! Und damit sind wir wieder bei den Einzelgängern und damit meine ich nicht die Fachidioten, die Nerds, die dem „Machtstreben“ ebenfalls verfallen sind. Ich meine diejenigen Einzelgänger, wie Giordano Bruno (DI) und Uwe Schade, die sich an Wahrhaftigem orientierten und ihre Gedanken einer Menschheit präsentierten, die diese überwiegend nicht verstand, nicht verstehen konnte, nicht verstehen wollte.

7. Wer bis hierhin mitgedacht hat, der wird begreifen, dass sich Vernunft, Liebe und Frieden bisher nicht durchsetzen konnten und auch zukünftig nicht durchsetzen werden.

(Nur zwischendurch mal die Überschrift wieder ins Gedächtnis gerufen:
Sehr wenig Menschen sind kritikfähig. Warum ist das so?)

8. Nochmal zusammenfassend und als Frage formuliert: Wer setzt sich durch?
Die Antwort: Die Masse und die Mächtigen - oder die Mächtigen und die Masse!
Die Gegenfrage: Wer setzt sich nicht durch?
Die Antwort: Die Liebevollen, die Ehrlichen, die Friedvollen, die Vernünftigen (wobei Vernunft kaum = nicht sicher zu definieren ist)

9. Nun ein Zwischenfrage: Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus?
Zwei Antworten von mir – suche Dir Antwort eine aus!
a. Von Liebe und Vernunft dominiert, oder
b. von Macht und Geld dominiert?

10. Damit soll erst mal heute, das ist am 09.02.2018 Schluss sein. Weiteres wird folgen.

Vielleicht liest Du zwischenzeitlich meine Gedanken "Die Zukunft der Menschheit" in Definition-Intelligenz.de durch. Sollte solch ein Zukunftsszenario eintreffen, dann könnte ich mir hier Weiteres ersparen. Da ich aber ein hoffnungsloser Optimist bin und ein hehres Ziel verfolge werde ich in nächster Zeit diese Mammutarbeit hier angehen um "Den blinden Fleck beim Denken" noch besser auszuleuchten.

Und noch etwas wäre zwischenzeitlich mehr als notwendig zu lesen. Es ist die Abhandlung "Betrug und Selbstbetrug" im Erkenntnis-Reich.de. Mir geht es darum, dass Du begreifst, wie Du durch den N200-Effekt und andere Einflüsse und eigene (Lügen-) Geschichten = Konfabulationen unbewusst gelenkt wirst und Du nicht den Hauch einer Chance hast diesen unbewussten Beeinflussungen - auch den eigenen - zu entkommen.

Weiter am 10.02.2018:

10. Wenn Du die beiden LINKS "Die Zukunft der Menschheit" und vor allem "Betrug und Selbstbetrug" gelesen hast, dann könntest Du evtl. schlussfolgern, dass Du selbst Dir nicht bewusst sein kannst und meine Zahlen stimmen könnten, dass nur ca. jeder 200.000ste Mensch Bewusstsein (DI) (ER ER Nr. 5) hat.
Ahnst Du vielleicht jetzt schon im Ansatz, warum wir Menschen keine Kritik vertragen können?
Wenn Du dann auch noch ahnst, dass da ebenfalls ein Prinzip vorliegen dürfte (nicht das Machterhaltungsprinzip), dann ahnst Du richtig!
Es ist das Prinzip des „sich wohl fühlen Wollens“, besser das Prinzip des „sich wohl fühlen Müssens“.
Ich nenne es „Das Wohlfühlerhaltungsprinzip“
Das Wohlfühlerhaltungsprinzip ist mit sehr vielen Selbsttäuschungen und Lügen verbunden. Ohne diese Selbsttäuschungen und Lügen kann es kein Wohlfühlen bei den Menschen geben.


11. Da, wie schon in Punkt 10 erwähnt, alles unbewusst abläuft - das sind die Selbsttäuschungen und Lügen, netter gesagt, wir machen uns was vor – aus diesem Grunde kann man selber kaum bemerken, dass man sich selbst täuscht, dass man sich selbst anlügt, dass man sich etwas vormacht. Bemerken tun dies immer nur die Anderen. Mit diesen Anderen kommen wir dann in Streit – wenn diese Anderen* uns die Wahrheit über uns sagen. Wir haben aber die Wahrheit nicht in Erinnerung, wir haben unsere „eigene Wahrheit“ in Erinnerung, dies sind unsere Lügen und Selbsttäuschungen. Diese Lügen, so behaupten wir dann vor Anderen, sind wahr. Wir können ja auch nichts anderes sagen, da wir nur „unsere eigene Wahrheit in der Erinnerung haben (wollen!).
* Siehe dazu in Definition-Intelligenz.de unter "Andauernder Wahnsinn Glaube" ein lösbares Paradoxon: "ICH doch nicht! Ungläubig sind immer nur die Anderen!"

12. Und schon sind wir bei Donald Trump gelandet, einem unverschämten, einem offensichtlichen Lügner. Nur was unterscheidet ihn von uns? Trump hat viel Geld und Macht und kann es sich scheinbar erlauben, in dieser verlogenen Welt ungestraft zu lügen.
Das bedeutet, die Moral ist bei Trump außer Kraft gesetzt, sie ist nur Makulatur und die Moral muss sich der Macht und dem Geld beugen. Kritik verträgt Trump nicht, Kritik lässt Trump nicht zu, Kritiker werden von ihm bestraft.

(Nur zwischendurch mal die Überschrift wieder ins Gedächtnis gerufen:
Sehr wenig Menschen sind kritikfähig. Warum ist das so?)

Donald Trump führt uns sehr deutlich vor Augen, wie wenig bis kaum er Kritik verträgt. Und der Rest – inklusive Dir – verhält sich genauso! Nur, wir merken es scheinbar ebenso wenig, wie es auch Donald Trump nicht bemerkt. Warum ist das so? Weil wir uns selber etwas vormachen = uns anlügen und deshalb Lügen = neue = unsere Wahrheiten präsentieren.
Die gescheiten Leute unter uns begegnen solch einem Dilemma mit einem Fremdwort. Sie sprechen nicht von lügen, sie sprechen von konfabulieren oder von einem Narrativ. Damit belügen sie sich genauso, wie die weniger Gescheiten, und dies ebenfalls unbewusst – nur auf einem sehr hohen Niveau!
Damit habe ich hier in Punkt 12 schon mal die Frage „Warum ist das so, dass wir Menschen Kritik nicht vertragen?“ beantwortet.

Diese Antwort reicht aber leider für die meisten Menschen nicht aus, da sie sich ihrer Lügen nicht bewusst sind. Dieses Unbewusste bedeutet leider auch, dass Du schon beim Lesen durch einige Begriffe angetriggert wirst, die es Dir unmöglich machen, die Informationen nur als Informationen aufzunehmen und diese dementsprechend - durch DenKen (ER) - abzulegen.
Ein Beispiel: Du bist höchstwahrscheinlich gescheit - sonst würdest Du das hier nicht lesen. Dass ich Dich im vorherigen Absatz dann auch noch als Lügner - als Selbstanlügner - bezeichne, das reicht schon aus, dass Du negativ zu mir eingestellt bist. Wenn Du das nicht verstehen willst, dann lies Dir den ganz oben unter C. angebotenen LINK "Der blinde Fleck beim Denken" nochmal durch.

Aus diesen Gründen werde ich (für die meisten Leser) das Thema weiter aufgliedern müssen, was sich dann leider leider leider als Mammutthema darstellen wird. Das ist für das allgemeine Verständnis nicht wirklich zielführend, nur, wie soll ich es anderes machen? Ich erinnere in diesem extrem komplex sich darstellenden Zusammenhang zum wiederholten Male an "Den blinden Fleck beim Denken". Welcher der 16 von mir angeschriebenen Dekane bringt den Mut* auf sich durch Empirie diesem Thema des "Fehler nicht zugeben Könnens" zu nähern? * wie Daniel Kahneman, der Psychologieprofessor und Nobelpreisträger, der über 30 Jahre - zusammen mit Amos Tversky - dafür brauchte, um annähernd an die Aussagekraft meines "blinden Fleck beim Denken" heranzukommen.

Die weitere Ausarbeitung irgendwann mal später. UHR am 10.02.2018 um 15:51

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I. Jetzt habe ich 5 Tage nachgedacht, heute ist der 15.02.2018, und ich habe einen Weg gefunden, um das Thema evtl. doch noch den Menschen näherzubringen. Generell ist es sinnlos den einzelnen Menschen / Dich anzuprangern.
Warum sinnlos? Weil der einzelne Mensch / Du in den Verteidigungsmodus überspringt. (übergeht wäre das falsche Wort, denn man/frau ist sofort im Verteidigungsmodus. Helfen würde hier das ein- oder zweimalige Durchatmen und Nachdenken. Nur wer kann das in solch einer Situation, die unbewusst abläuft?)

Sinnvoller ist es immer anhand von anderen Menschen die Fehler aufzuzeigen, die man selbst auch hat - um nicht in den Verteidigungsmodus zu kommen. Da fällt mir wieder an vorderster Front Donald Trump ein, dem "Die Presse" am 08.01.2018 einen Artikel widmete: "Donald Trump, ein Präsident im Verteidigungsmodus"

Wenn Du den LINK zu Trump gelesen hast, dann dürfte Dir klar werden, wie dümmlich dieser Präsident Donald Trump hier vorgeht. Nur, kann er es anders? Scheinbar nicht! Was ist da los in Amerika, dass solch ein Mann, wie Donald Trump a. zum Präsidenten gewählt wird und b. nicht schleunigst wieder entfernt wird? Da müssten doch die restlichen 50%, die Trump nicht gewählt haben und auch einige Republikaner und auch der Moderator Jake Tapper, der den Lakaien von Trump, Stephen Miller in der CNN-Show „State of the Union“ abwürgte, gemeinsam in der Lage sein diesen Präsidenten auf den Mond zu schießen. Nur es passiert nichts seit über einem Jahr! Warum passiert da nichts, obwohl schon im Oktober 2017 US-Psychiater den US-Präsidenten Donald Trump für unzurechnungsfähig hielten.

Wie gibt es das, dass die Griechen 2015 die Deutschen wegen ihrer starren Haltung zum kompromissliosen Sparen, besonders in der Person von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble angriffen, obwohl ihnen geholfen wurde? Die Alternative der Griechen wäre gewesen die Kritik anzunehmen und Fehler zuzugeben. Zuallererst hätten die korrupten Politiker sich bei ihrem Volk entschuldigen müssen, dass sie ihr Volk, die Griechen, in solch einen Schlamassel gebracht hatten. Dann wäre evtl. der Volkeszorn der Griechen nicht auf die Deutschen, sondern auf die eigentlich Verantwortlichen gerichtet worden. Nur das funktioniert eher nicht, da ein Grieche dann quasi auch sich kritisieren müsste, da er ja ein Teil dieses korrupten Systems war und ist. Da ist es dann leichter die Anderen, die Deutschen zu kritisieren.

Noch mal zur Erinnerung: Sehr wenig Menschen sind kritikfähig!

Nun springen wir wieder zurück zu Donald Trump ins Jahr 2018 und sehen uns die beiden Gruppierungen Republikaner und Demokraten an. Die Republikaner sind Menschen und nicht kritikfähig und können kaum zugeben, dass sie einen unzurechnungsfähigen Donald Trump zum Präsidenten gewählt haben. Die Demokraten sind Menschen und ebenfalls nicht kritikfähig. Sie sind ziemlich sicher gegen Trump, nur in einer Sache, da verhalten sie sich griechisch: Durch die schlechte Außenwirkung von Donald Trump sehen sie sich indirket angegriffen und stehen - so wie die Griechen zu Griechenland und den korrupten Politikern - zu Amerika und dadurch indirekt zu ihrem unzurechnungsfähigen Präsidenten. Das bedeutet, Republikaner wie Demokraten sind im Verteidigungsmodus, weil sie nicht wahrhaftig unterwegs sind.

Und schon sind wir bei der nächsten übergroßen Hürde, die zu überqueren ist: "wahrhaftig sein" oder "ehrlich sein".

Es dürfte Dir gerade leicht gefallen sein meine Beispiele zu den Anderen, zu den Amerikanern und den Griechen, zu verstehen. Richtig?

Hier passt ideal zum Thema Wahrheit und Lügen "Es ist an der Zeit" mit Reinhard Mey, Hannes Wader und Konstantin Wecker.

Hör es Dir an!
Vielleicht bringt es Dich auf den Boden der Tatsachen, der Wirklichkeit, der "menschlichen Grundwerte" zurück.

Jetzt ist wieder Schluss. Ich gehe spazieren. UHR am 15.02.2018 12:00
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Weiter am 16.02.2018:

II. Nun zu "wahrhaftig sein" oder "ehrlich sein" oder ganz einfach zur Wahrheit.

Mir fiel gerade der Schluss dieses Kapitels ein, denn darauf läuft es hinaus:

Was würde bei den Menschen das Abgleiten in den Verteidigungsmodus verhindern? -> Wenn sie ehrlich wären, denn dann bräuchten sie nicht lügen und wären demzufolge kritikfähig!

Wenn die Menschen ehrlich wären, dann wären sie auch kritikfähig.
UHR am 16.02.2018

oder kürzer

Ein ehrlicher Mensch ist kritikfähig.
UHR am 16.02.2018
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O.k., jetzt habe ich den Schluss schon vorweggenommen. Das war Absicht!

Wie wir von den Psychologen wissen lügen wir im Durchschnitt 200 mal am Tag. Das bedeutet, solltest Du von Dir überzeugt sein ziemlich ehrlich unterwegs zu sein, dass Du trotzdem ohne Lügen kaum auskommen wirst und vielleicht nur 20 mal am Tag lügst. Das bedeutet aber auch, das Andere wahrscheinlich mehr als 200 mal, evtl. sogar 350 mal am oder noch mehr Tag lügen. Hinzu kommt dann auch noch, dass Du beim Beurteilen Deiner SELBST meistens nicht weißt, ob Du Dir etwas vormachst, das bedeutet, dass Du Dich evtl. SELBST anlügst. Dies ist kein leerer oder hypotetischer Satz, solche Szenarien, dass sich Menschen selber etwas vormachen, ihre eigenen Lügengeschichten - sich und Anderen - glaubhaft vortragen = sie konfabulieren, das habe ich schon häufig erlebt. In diesem Zusammenhang ist es für mich nicht erstaunlich, dass die Menschen im Durchschnitt 200 mal am Tag lügen, da sie sich vieler ihrer Lügen nicht bewusst sind.
Unterstellen wir mal, dass das bis hier hin alles stimmt, dann gibt es aus diesem Dilemma eigentlich keinen Ausweg, denn wie sollen wir SELBST wissen was die Wahrheit ist, wenn wir noch nicht mal die Wahrheit scharf eingrenzen können, weil wir neben unbewussten Lügnern auch noch unbewusste Selbstanlügner sind? Hier verweise ich auf Punkt 10 und das "Wohlfühlerhaltungsprinzip" und die Erklärung dazu: "Das Wohlfühlerhaltungsprinzip ist mit sehr vielen Selbsttäuschungen und Lügen verbunden. Ohne diese Selbsttäuschungen und Lügen kann es kein Wohlfühlen bei den Menschen geben."

Das bedeutet aus meiner Sicht - einem Außenstehenden - gesehen:
Da gibt es Lebewesen auf diesem Planeten, Menschen genannt, welche die Krone der Schöpfung darstellen. Diese Menschen bezeichnen sich als intelligent, was im Widerspruch zu ihrem Leben und Handeln und auch dem Denken steht, denn - um sich wohlzufühlen meinen diese Menschen zu über 99%, dass sie sich ständig und Andere anlügen müssen, um in dieser verlogenen Welt einigermaßen zurecht zu kommen. Weil der Anteil der lügenden und sich SELBST anlügenden Menschen so hoch ist, bei über 99%, aus diesem Grunde ist aktuell kein Gegensteuern möglich. Wie soll nur 1 ehrlicher Mennsch gegenüber 99 lügenden Menschen sich durchsetzen können? Das geht nicht, das ist illusiorisch!

Was bleibt - uns an Möglichkeiten um aus diesem Dilemma zu entkommen, um
a. kritikfähig zu werden, um
b. Fehler einzusehen, um
c. Fehler einzugestehen, um
d. Fehler wiedergutzumachen ???

A. Die nächste Generation, dies sind unsere Kinder zu informieren, wie wir Erwachsenen ticken - nach Machterhaltungsprinzipien.

B. Die "Aufrufe zum Wohle der Kinder" im Erkenntnis-Reich.de nicht nur zu lesen, sondern diese auch umzusetzen!!!!!


Jetzt ist aus der von mir angekündigten Mammutaufgabe doch etwas Überschaubares geworden. Es ist dennoch eine Mammutaufgabe, denn das Umsetzen der Aufrufe zum Wohle der Kinder, das ist die Mammutaufgabe.


Und nochmal:

Wenn die Menschen ehrlich wären, dann wären sie auch kritikfähig.
UHR am 16.02.2018

oder kürzer

Ein ehrlicher Mensch ist kritikfähig.
UHR am 16.02.2018

Solltest Du nicht wissen, was die Wahrheit ist, dann lese hier den LINK!


Ulrich H. Rose am 16.02.2018 abgeschlossen

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Doch noch ein Nachtrag am 17.02.2018, den ich Dir nicht ersparen will:
Jeder 90 millionste Mensch ist ehrlich. Da sind sehr sehr wenige Menschen kritikfähig. Weltweit sind das ca. 50 Menschen.
Das bedeutet, dass die Aufrufe ernst genommen werden sollten und umgesetzt gehören, sonst droht eine ... Zukunft. Siehe dazu "Die Zukunft der Menschheit"

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Jetzt zur ursprünglichen Version vom 01.11.2009:

Kritik und Kritik-Fähigkeit


Sehr wenig Menschen sind kritikfähig. Warum ist das so?

Beispiel:
Ein dummer Mensch kritisiert einen gescheiten Menschen zu Recht:
Dieser gescheite Mensch lässt sich aus Prinzip nichts von einem Dummen gefallen und nimmt die Kritik nicht an.
Zusätzlich fehlt es an Achtung von oben nach unten. -> siehe dazu auch "nicht zugeben können" Nr. 53a

Umgekehrt ist es anders: Die Achtung ist da und die Annahme der Kritik ist wahrscheinlicher.

Da Kritiker gebildet sind ist bei ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine hohe Kritik-Unfähigkeit zu unterstellen.

Aus diesem Dilemma heraus sind Kritiker nicht unbedingt dazu geeignet Kritik zu äußern.

Nach meinem jahrelangen Beobachten von gescheiten und intellektuellen Menschen habe ich festgestellt, dass diese Menschen sehr gut "funktionieren". Sie funktionieren in hohem Maße nach übereinstimmenden Prinzipien. Diese Prinzipien richten sich aus auf den Ausbau von Ansehen, von Macht und Geld. Das Vorgehen nach diesen Prinzipien ist sehr rigoros, damit die Ziele auch erreicht werden.
Diesen Prinzipien wird dann VIELES bis ALLES untergeordnet.

Was bleibt auf der Strecke? -> Die Ehrlichkeit!

Die Wahrheit wird als etwas Interpretierbares dorthin geschoben, wo man die "interprtierte Wahrheit" gerade braucht.

Und dann kommt gerade noch ein Kritiker daher - mit seiner Kritik.
Diese Kritik (wenn sie auch richtig wäre) wird dann als störend abgetan und nicht beachtet.

Die Folge: Je intellektueller, desto uneinsichtiger, desto beratungsresistenter. UHR vom 09.12.2015

Die Kritikfähigkeit der Kritisierten ist demnach sehr stark eingeschränkt.

Übrigens: Auch ein Kritiker tickt so.


Eine Wunschvorstellung von mir:

Generell sollte ein kritisierter Mensch:

1. In der Lage sein Kritik anzunehmen, zumindest dafür zugänglich zu sein.

2. In der Lage sein, wenn die Kritik richtig ist, diese Kritik sich und im zweiten Schritt auch Anderen gegenüber zuzugeben.
Die Folge dieses „sich Zugebens“ ist, dass man bereit ist das Kritisierte zu überdenken und evtl. nach Lösungen und Veränderungen zu suchen und diese dann auch umzusetzen.

3. Wenn Punkt 2 ehrlich durchdacht wurde – und die Kritik falsch war, sich damit zu trösten, dass mal wieder ein geistig armer Kritiker versuchte sich ins rechte Licht zu setzen auf Kosten der eigenen Person.


Knapp und bündig:

Je höher der Bildungsstand / je größer das Wissen, desto geringer die Kritik-Fähigkeit, da sich durch mehr Wissen auch mehr Machtpositionen erreichen lassen, die es den dann Mächtigen ermöglicht Macht auszuüben durch "nicht zugeben wollen" oder durch "nicht zugeben können".

Um den Wissensstand zu diesem Thema auszuweiten wäre es wichtig Nachfolgendes zu lesen:

- Definition Intelligenz = Nr. 019

- zugeben (können) = Nr. 053

- nicht zugeben können und Soziopathen = Nr. 053a Dieser LINK ist auch ganz oben zu finden.

- Die 3 Typen von klugen Menschen = Nr. 122

- Ergänzung zu den "menschlichen Grundwerten" = Nr. 126

siehe dazu auch "Der blinde Fleck beim Denken" (DI)

und die weitgehende Zusammenfassung zum Thema "Gedanken über mich und das DENKEN" = Nr. 067


Ulrich H. Rose
* 06.04.1951
vom 01.11.2009
und 06.01.2010


Lies auch die folgenden Sprüche/Aphorismen zur Kritikunfähigkeit der Gescheiten und Intellektuellen.

Was sagte Hanns-Hermann Kersten zu Aphorismen: "Aphorismen = Hobelspäne der Erkenntnis"

Je gescheiter ein Mensch ist, desto ...

Je gescheiter ein Mensch ist, umso bornierter ... Je gescheiter ein Mensch ist, umso bornierter und kritikunfähiger ist er. Spruch von Ulrich H. Rose vom 08.11.2015


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Je gescheiter ein Mensch ist, desto mehr ...

Je gescheiter ein Mensch ist, desto mehr ... Je gescheiter ein Mensch ist, desto mehr Schaden richtet er an. Spruch von Ulrich H. Rose vom 15.08.2015


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Mit dem krankhaften Zwang der gescheiten ...

Mit dem krankhaften Zwang der gescheiten ... Mit dem krankhaften Zwang der gescheiten Menschen, ihre Fehler nicht zugeben zu können, gibt es aktuell keine Hoffnung, dass sich das Leid auf der Erde spürbar verringert. Spruch von Ulrich H. Rose vom 14.07.2015


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Manche Menschen sind so gescheit, dass ...

Manche Menschen sind so gescheit ... Manche Menschen sind so gescheit, dass sie gar nicht mehr begreifen wollen und können, wie dumm sie eigentlich sind. Spruch von Ulrich H. Rose vom 21.05.2011


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Manche Menschen sind so intellektuell, dass ...

Manche Menschen sind so intellektuell ... Manche Menschen sind so intellektuell, dass sie vor lauter Gescheitheit nicht bemerken, wie beschränkt sie eigentlich sind. Wenn Du das nicht verstehen willst, dann lies das Buch "Schnelles Denken, langsames Denken" des Wirtschaftsnobelpreisträgers Daniel Kahneman. Danach wird Dir mein Spruch zu den Intellektuellen noch moderat erscheinen. Wenn das noch nicht ausreicht, dann lies Dich ein in: "Der blinde Fleck beim Denken" Spruch von Ulrich H. Rose vom 08.11.2015

Hier gehts zu "Der blinde Fleck beim Denken" (DI)
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Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose

Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose Der blinde Fleck beim Denken. Daraus ergibt sich: a. Je gescheiter, desto uneinsichtiger. b. Je gescheiter, desto kategorischer. c. Je gescheiter, desto kompromissloser. d. Je gescheiter, desto dogmatischer. e. Je gescheiter, desto unreflektierter im Denken und Handeln. f. Je gescheiter, desto zerstörerischer für die Menschen. g. Je gescheiter, desto zerstörerischer für die Umwelt. Ulrich H. Rose vom 09.08.2010

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de