Kritik und Kritik-Fähigkeit


Sehr wenig Menschen sind kritikfähig. Warum ist das so?

Beispiel:
Ein dummer Mensch kritisiert einen gescheiten Menschen zu Recht:
Dieser gescheite Mensch lässt sich aus Prinzip nichts von einem Dummen gefallen und nimmt die Kritik nicht an.
Zusätzlich fehlt es an Achtung von oben nach unten. -> siehe dazu auch "nicht zugeben können" Nr. 53a

Umgekehrt ist es anders: Die Achtung ist da und die Annahme der Kritik ist wahrscheinlicher.

Da Kritiker gebildet sind ist bei ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eine hohe Kritik-Unfähigkeit zu unterstellen.

Aus diesem Dilemma heraus sind Kritiker nicht unbedingt dazu geeignet Kritik zu äußern.

Nach meinem jahrelangen Beobachten von gescheiten und intellektuellen Menschen habe ich festgestellt, dass diese Menschen sehr gut "funktionieren". Sie funktionieren in hohem Maße nach übereinstimmenden Prinzipien. Diese Prinzipien richten sich aus auf den Ausbau von Ansehen, von Macht und Geld. Das Vorgehen nach diesen Prinzipien ist sehr rigoros, damit die Ziele auch erreicht werden.
Diesen Prinzipien wird dann VIELES bis ALLES untergeordnet.

Was bleibt auf der Strecke? -> Die Ehrlichkeit!

Die Wahrheit wird als etwas Interpretierbares dorthin geschoben, wo man die "interprtierte Wahrheit" gerade braucht.

Und dann kommt gerade noch ein Kritiker daher - mit seiner Kritik.
Diese Kritik (wenn sie auch richtig wäre) wird dann als störend abgetan und nicht beachtet.

Die Folge: Je intellektueller, desto uneinsichtiger, desto beratungsresistenter. UHR vom 09.12.2015

Die Kritikfähigkeit der Kritisierten ist demnach sehr stark eingeschränkt.

Übrigens: Auch ein Kritiker tickt so.


Eine Wunschvorstellung von mir:

Generell sollte ein kritisierter Mensch:

1. In der Lage sein Kritik anzunehmen, zumindest dafür zugänglich zu sein.

2. In der Lage sein, wenn die Kritik richtig ist, diese Kritik sich und im zweiten Schritt auch Anderen gegenüber zuzugeben.
Die Folge dieses „sich Zugebens“ ist, dass man bereit ist das Kritisierte zu überdenken und evtl. nach Lösungen und Veränderungen zu suchen und diese dann auch umzusetzen.

3. Wenn Punkt 2 ehrlich durchdacht wurde – und die Kritik falsch war, sich damit zu trösten, dass mal wieder ein geistig armer Kritiker versuchte sich ins rechte Licht zu setzen auf Kosten der eigenen Person.


Knapp und bündig:

Je höher der Bildungsstand / je größer das Wissen, desto geringer die Kritik-Fähigkeit, da sich durch mehr Wissen auch mehr Machtpositionen erreichen lassen, die es den dann Mächtigen ermöglicht Macht auszuüben durch "nicht zugeben wollen" oder durch "nicht zugeben können".

Um den Wissensstand zu diesem Thema auszuweiten wäre es wichtig Nachfolgendes zu lesen:

- Definition Intelligenz = Nr. 019

- zugeben (können) = Nr. 053

- nicht zugeben können und Soziopathen = Nr. 053a Dieser LINK ist auch ganz oben zu finden.

- Die 3 Typen von klugen Menschen = Nr. 122

- Ergänzung zu den "menschlichen Grundwerten" = Nr. 126

siehe dazu auch "Der Blinde Fleck des Denkens" = Nr. 137

und die weitgehende Zusammenfassung zum Thema "Gedanken über mich und das DENKEN" = Nr. 067


Ulrich H. Rose
* 06.04.1951
vom 01.11.2009
und 06.01.2010


Lies auch die folgenden Sprüche/Aphorismen zur Kritikunfähigkeit der Gescheiten und Intellektuellen.

Was sagte Hanns-Hermann Kersten zu Aphorismen: "Aphorismen = Hobelspäne der Erkenntnis"

Je gescheiter ein Mensch ist, desto ...

Je gescheiter ein Mensch ist, umso bornierter ... Je gescheiter ein Mensch ist, umso bornierter und kritikunfähiger ist er. Spruch von Ulrich H. Rose vom 08.11.2015


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Je gescheiter ein Mensch ist, desto mehr ...

Je gescheiter ein Mensch ist, desto mehr ... Je gescheiter ein Mensch ist, desto mehr Schaden richtet er an. Spruch von Ulrich H. Rose vom 15.08.2015


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Mit dem krankhaften Zwang der gescheiten ...

Mit dem krankhaften Zwang der gescheiten ... Mit dem krankhaften Zwang der gescheiten Menschen, ihre Fehler nicht zugeben zu können, gibt es aktuell keine Hoffnung, dass sich das Leid auf der Erde spürbar verringert. Spruch von Ulrich H. Rose vom 14.07.2015


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Manche Menschen sind so gescheit, dass ...

Manche Menschen sind so gescheit ... Manche Menschen sind so gescheit, dass sie gar nicht mehr begreifen wollen und können, wie dumm sie eigentlich sind. Spruch von Ulrich H. Rose vom 21.05.2011


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Manche Menschen sind so intellektuell, dass ...

Manche Menschen sind so intellektuell ... Manche Menschen sind so intellektuell, dass sie vor lauter Gescheitheit nicht bemerken, wie beschränkt sie eigentlich sind. Wenn Du das nicht verstehen willst, dann lies das Buch "Schnelles Denken, langsames Denken" des Wirtschaftsnobelpreisträgers Daniel Kahneman. Danach wird Dir mein Spruch zu den Intellektuellen noch moderat erscheinen. Wenn das noch nicht ausreicht, dann lies Dich ein in: "Der blinde Fleck beim Denken" Spruch von Ulrich H. Rose vom 08.11.2015

Hier gehts zum "Der blinde Fleck beim Denken" (Nr. 137)
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Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose

Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose Der blinde Fleck beim Denken. Daraus ergibt sich: a. Je gescheiter, desto uneinsichtiger. b. Je gescheiter, desto kategorischer. c. Je gescheiter, desto kompromissloser. d. Je gescheiter, desto dogmatischer. e. Je gescheiter, desto unreflektierter im Denken und Handeln. f. Je gescheiter, desto zerstörerischer für die Menschen. g. Je gescheiter, desto zerstörerischer für die Umwelt. Ulrich H. Rose vom 09.08.2010

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de