Der Sinn des Denkens oder das Ziel des Denkens


Von UHR, angefangen am 12.10.08 -> lese bitte vorher die Nr. 106 „Über das Denken

Unsere hochkomplexe Welt ist vom einzelnen Menschen nicht mehr zu erfassen.

Ein einzelner Mensch kann nicht das gesamte Gedankengut alles Menschen in sich vereinen.
Einzig im Internet ist das Gedankengut der Menschheit in etwa zu finden – aber es ist nicht mehr von einem einzelnen Menschen in all seiner Komplexität zu erfassen.

Sollte es doch einzelne Menschen geben, die dieses umfassende Wissen größtenteils in sich vereinen,
so ist anzuzweifeln, ob sie sich bei der Vielfalt der Daten noch orientieren können.

Macht es dann Sinn einen Teil dieses umfassenden Wissens durch Denken und vor allem durch Nachdenken zu erfassen und überblicken zu wollen? – und welchen Teil? – den eines Schreiners, der in nahezu idealer Art und Weise seinen Werkstoff Holz erfasst, ihn bearbeiten, verformen, ihn veredeln kann? Oder das Wissen eines EDV-Spezialisten, eines Bauern, eines Physikers, eines Gärtners, u.s.w.?

Hinzu kommen z. Bsp. für einen Schreiner noch die Dinge, um sich in seinem Leben zurechtzufinden, um sich zu behaupten?
Einfluss nehmend sind hier: Die Familie, die Freunde, die Kunden, die Lieferanten, das Finanzamt, der Arzt, das Kreditinstitut, der Kreditberater, der Psychologe (bei Problemen), die Kirche, der Glaube, u.s.w.
Hier sind immer Abgleiche zu machen zwischen den eigenen Interessen und den Interessen Anderer.

Liegt hier der Sinn des Denkens darin dies alles unter einen Hut zu bringen – im Abstimmen aller Prozesse miteinander zum Erreichen des individuellen, optimalen Ergebnisses?

Was ist ein optimales Ergebnis?

a. materiellen Erfolg zu haben?
b. zufrieden zu sein?
c. oder Beides: materiellen Erfolg zu haben und zufrieden sein?

Hier könnte eher der Sinn des Denkens zu finden sein.

Es könnte vielleicht das Ziel des Denkens sein zufrieden zu sein.

Nur, wer ist in der Lage, sich im Kontext mit der Umwelt zu sehen und zu verstehen und daraus Feststellungen auf seine Zufriedenheit hin abzuleiten?


Wem ist es gelungen durch Nachdenken (Nr. 123) sich selbst zu verstehen?


Wer ist in der Lage sich in seinen Handlungen zu verstehen, warum er so handelt?

-->
weil man vielleicht eine, nicht mehr bewusste Prägung im Kindesalter erlitten hat?

--> weil man allgemeinen, zum Teil dummen Meinungen aufgesessen ist, diese als solche nicht erkannt hat, und deren Inhalt, ohne kritische Prüfung, übernommen hat?

--> weil man triebhaft und rücksichtslos handelt, ohne dies kontrollieren zu können?

--> weil man Serotonin-Schüben erliegt und dadurch evtl. zu sorglos handelt?

--> weil man Serotonin-Mängeln erliegt und dadurch evtl. zu vorsichtig handelt?

--> weil man Dopamin-Schüben erliegt und sich dadurch evtl. überschätzt?

--> weil man Dopamin-Mängeln erliegt und dadurch gar nicht handelt?

--> weil man gerade müde ist und seine Gehirnleistung dadurch geringer ist als sonst ?

u.s.w., u.s.w.


Was bleibt übrig an Möglichkeiten, die ich denken kann um die anfänglich aufgestellte Frage, was ist der Sinn des Denkens beantworten zu können?

Jetzt kann man schlussfolgern, dass auch das Erreichen der Zufriedenheit nur ein Aspekt des Denkens, aber nicht das Ziel sein kann – und bei den aufgeführten Einflussnahmen – habe ich nur richtig gedacht, weil richtig gehandelt, hätte ich anders gedacht, wenn ich anders gehandelt hätte, oder sind die Stoffwechsel-Prozesse im Gehirn maßgeblich daran beteiligt, dass ich mich zufrieden fühle, dass ich zufrieden bin?

Überlegen wir weiter:
Das Ziel des Denkens kann nur sein sich über das Denken selber klar, besser bewusst zu sein.
Wenn ich weiß, was beim Denken wichtig ist um zur Zufriedenheit kommen, dann kann ich auch über das Ziel oder den Sinn des Denkens nachdenken.


Was ist gut, wichtig und richtig für das Denken?

Orientierungen, Orientierungen und immer wieder Orientierungen.

Was sind Orientierungen? = Eckpfeiler = menschliche Grundwerte im Gehirn.

Mittels der "menschlichen Grundwerte" wird jede neue Information im Gehirn durchleuchtet und mit Bisherigem verglichen. Danach erfolgt eine Zuordnung der neuen Information.

Wer zuordnen kann, der bekommt Ordnung in sein Gehirn.
Wer Ordnung in seinem Gehirn hat wird neue Information besser bewerten und zuordnen können.
Wer bewerten kann wird für sein weiteres Leben Werte definieren.
Wer Werte definiert wird sich neue Ziele setzen können um die definierten Werte zu festigen.


Wer die definierten Werte als richtig erkennt und sie mit seiner Umwelt vergleicht, der wird evtl. zu Erkenntnissen in seinem Denken kommen.


Wer erkennt, dass sein Denken richtig ist, der kann Folgendes mit Sicherheit verstehen:

Der Sinn des Denkens ist, sich Eckpfeiler* im Gehirn zu schaffen, die Orientierung ermöglichen,
Mittels des Denkens können neue Informationen zu den Eckpfeilern zugeordnet werden, die ein Verstehen der neuen Informationen ermöglichen.
* menschliche Grundwerte

Der Sinn des Denkens ist zu verstehen.

Der Sinn des Denkens ist zu verstehen, geistig zu reifen, Bewusstsein zu entwickeln, weise zu werden.
Wer weise ist kann sich der Manipulation entziehen.

Der Sinn des Denkens ist sich nicht manipulieren zu lassen.

Wer sich nicht manipulieren lässt ist frei im Denken.

Der Sinn des Denkens ist frei zu sein.

Wer im Denken frei ist, der kann Glück empfinden.
Warum? Glück kann nur von Innen kommen. (siehe Verstehen eigener Handlungen, Serotonin, Dopamin)

Der Sinn des Denkens ist glücklich sein.

Wer glücklich ist, der hat den Sinn des Denkens verstanden, (auch ohne nachdenken!)
denn Glück ist nicht mehr zu steigern.
Dieses, im Glücksgefühl endende Denken ist in seiner Qualität nicht mehr zu steigern.

Deshalb:

Der Sinn des Denkens ist:
Sich in seinem Denken zu verstehen,
im Denken frei zu sein - durch das Denken frei zu werden -
mit der Folge Glück empfinden zu können.

Ulrich H. Rose *06.04.1951 vom 15.12.2008


Meine Definition von Glück vom 03.12.1996 :

Glück bedeutet Bewusstsein und Unterbewusstsein
in Einklang zu bringen.

Anmerkungen:

Frei denkende Menschen lassen sich nicht fremdbestimmt steuern. Das ist gut, dies wäre gut.
Leider sind nur wenige Menschen in der Lage durch DENKEN frei zu werden, durch DENKEN einen glücklichen Zustand zu erreichen.

Siehe dazu auch die Nr. 156 "Wann denke ich?" und die Nr. 157 "Die Prinzipien des Denkens" vom Januar 2011


Ulrich H. Rose
* 06.04.1951
vom 15.12.2008


-> siehe auch "Eigenes Denken von Albert Schweitzer" (Nr. 143)

und die Nr. 185, "Das Denken in den Epochen"

und das immaterielles Gedankenkonzentrat in einer Gedankenwolke bilden können (Nr. 243)

Der Sinn findet sich nicht in der Gehirnmasse wieder,
er ist nur „ in sich“ zu finden.

und die Nr. 135 "Gedanken über Sinne und Sinnesorgane"
(Der Unterschied von Gehirn zu Gehirn und zum Begriff „Sinn“)

Ulrich H. Rose
* 06.04.1951
vom 29.03.2013

Eine Voraussetzung, um glücklich zu sein ist ...

Spruch von Ulrich H. Rose zum glücklich sein. Eine Voraussetzung, um glücklich zu sein ist, sich selbst und andere zu akzeptieren. UHR vom 22.02.2009

Erklärung zum obigen Spruch:

Zum Wort "selbst" sind noch gedanklich zu verknüpfen "Die menschlichen Grundwerte"

Die 10 menschlichen Grundwerte

Die 10 menschlichen Grundwerte des Lebens Wer den Anfang und das Ende versteht, das ist "zugeben können" und "Liebe geben", dem braucht man den Mittelteil nicht erklären.


_______________________________________________________________________________________

Der Sinn des Denkens ist:

Spruch von Ulrich H. Rose Der Sinn des Denkens Der Sinn des Denkens ist: Sich in seinem Denken zu verstehen, im Denken frei zu sein (durch das Denken frei zu werden) mit der Folge Glück empfinden zu können. UHR vom 15.12.2008


_______________________________________________________________________________________

Vom Glauben bis zur Weisheit

Vom Glauben Denken Intelligenz zur Weisheit Von Ulrich H. Rose vom 05.07.2016 = Nur bei den Zahlen optimierte Version von 2013

Wenn Du wissen willst, warum der Glaube = VL 190 (und auch das Wissen VL 193) sich auf die Menschen negativ auswirkt, dann sieh Dir die Nr. 05 "Die Bewusstseinsebenen"an.

_______________________________________________________________________________________

Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose

Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose Oder, der blinde Fleck des Denkens. Ulrich H. Rose vom 09.08.2011

Siehe dazu auch die Nr. 137 "Der blinde Fleck beim Denken"
_______________________________________________________________________________________

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de