Zeit zu gewinnen und Zeit zu verlieren ist unmöglich.
Der Glaube daran (dass man Zeit gewinnen oder verlieren kann)
macht die Menschen mit der Zeit krank.


Warum ist es unmöglich Zeit zu gewinnen oder zu verlieren?

In dem Moment, wo ich diese Feststellung/Behauptung aufstelle (Zeit zu gewinnen oder zu verlieren), in diesem Moment bin ich an einem Zeitpunkt = Moment angelangt, der eine Folge der vorangegangenen Zeitpunkte/Momente ist. Jeder dieser „vorangegangenen Zeitpunkte/Momente“ war mal ein derzeitiger Moment – wie jetzt dieser Moment – in dieser Sekunde.

Wer jeden einzelnen Zeitpunkt/Moment als den einzig möglichen begreift, den man im gegenwärtigen Leben zu Verfügung hat, (d.h. auch alle vergangenen Zeitpunkte/Momente waren mal gegenwärtig), der beginnt zu verstehen, der versteht, dass jeder gelebte Moment einzigartig ist und in der Aneinanderreihung der Momente fortwährend einzigartig ist und somit nicht als gewonnen oder verloren eingestuft werden kann.

Einfacher: Es gibt keinen einzigen Moment/Zeitpunkt (= Zeit), der verloren ist, da man ihn (den Moment) ja sicher hat – für den jetzigen Moment – und alle folgenden Momente. Also kann ich auch nicht Zeit aus den folgenden Momenten gewinnen – die erst kommen werden.

Die Zeit (scheinbar) zu beschleunigen und alles zu versuchen (scheinbar) Zeit einzusparen
geht auf Kosten der Lebensqualität der Menschen.


Was bezahlen die Menschen für diesen Trugschluss (Zeit zu gewinnen oder zu verlieren)?
Sie leben nicht in der Zeit – in dem Moment – und sind immer am Suchen nach gewonnener, oder am Jammern nach verlorener Zeit.

Dadurch geht die Qualität der Zeit = die Zeitqualität (ZQ) für diese Menschen verloren.
--> siehe an diesem Punkt auch die Nr. 52 = Definition Bewusstsein

ZQ entsteht, wenn der gegenwärtige Zeitpunkt (ZP) als der einzig mögliche Zeitpunkt begriffen wird, der gelebt werden kann.


Leben = Im Jetzt leben = Zeitpunkt für Zeitpunkt aneinandergereiht im Jetzt zu erleben.

Nicht-Leben = In der Vergangenheit oder in der Zukunft leben wollen.
D.h., nicht wirklich da sein, nicht wirklich bei sich sein – da woanders – in der Vergangenheit oder in der Zukunft.
Oder sich in Fremdem und Fremden verlieren, sich Materiellem hingeben, an Götter und sonstiges glauben, nicht bei sich sein.


Ulrich H. Rose
* 06.04.1951
vom 30.11.2008
+ 27 + 28 + 29.12.2008


--> siehe auch Nr. 109


Zeit zu gewinnen und Zeit ...

Spruch von Ulrich H. Rose zu Zeit gewinnen Zeit zu gewinnen und Zeit zu verlieren ist unmöglich. Der Glaube daran (dass man Zeit gewinnen oder verlieren kann) macht die Menschen mit der Zeit krank. UHR vom 30.11.2008

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