Über Richard David Precht und seinen Artikel „Stellt die Schule auf den Kopf“ in „DIE ZEIT Nr. 16“ vom 11.04.2013

Precht will ein revolutionär neues Schulsystem einführen.

Der Sozialphilosoph Jürgen Habermas beklagte 2006 das Fehlen eines öffentlich präsenten Intellektuellen in Deutschland, wie es ihn in Ländern wie Frankreich in großer Zahl gibt.

Diese Rolle hat Richard David Precht – so er selbst im STERN 2011 – als Personenmarke besetzt.

Dies ausführlicher in:
http://loomings-jay.blogspot.de/2011/12/gabriel-marcel.html



Vorweg:

Aus meiner Sicht ist es ähnlich illusorisch
das von Precht vorgestellte,
revolutionäres Schulsystem einzuführen,
wie Precht das Denken beizubringen.



Dies hört sich auf den ersten Eindruck hin provozierend an, nur, das ist es wahrlich nicht.

Wer sich als Philosoph ausgibt, oder vorgibt ein Philosoph zu sein, oder auch meint als Philosoph auftreten zu können, der sollte doch nicht so offensichtlich ein Thema populistisch und dazu noch äußerst daneben (für Fachleute) ausschlachten, nur um Schleichwerbung für sein neuestes Buch zu machen (welches ich ganz sicher hier nicht nennen werde).

Nur, zu behaupten, denken zu können, bei dem Schwachsinn (im Sinne von schwach), was Precht hier von sich gab, das schlägt dem Fass den Boden aus.
„Stellt die Schule auf den Kopf“ http://www.zeit.de/2013/16/richard-david-precht-schule-bildungsreform

Die Fragen stellenden Redakteure Thomas Kerstan und Martin Spiewak waren zum Thema deutlich besser vorbereitet, als ich hier, um Precht mit seinen zum Teil widersprüchlichen Aussagen in die Enge zu treiben.

Nur er redete sich aus jeder heiklen Situation raus. Siehe dazu: Sind Sie der bessere Lehrer, Herr Precht? http://www.zeit.de/2013/16/richard-david-precht-schulsystem

Wer hier geistig rege ist und denken kann, der sieht hier einen eloquenten, rhetorisch die beiden Redakteure um den Finger wickelnden, mehr schon auf die unangenehmen Fragen agierenden, anstatt reagierenden Precht.

Eine Woche später, am 18.04.2013 brachte es der Hamburger Schulsenator Thies Rabe mit seinem letzten Satz in „DIE ZEIT Nr. 17“ „Ein typischer Sofakritiker“ auf den Punkt. „Das nützt der Buchauflage“ Seiner fachlich guten Kritik möchte ich hier nichts hinzufügen.

Generell ist hier Precht zu kritisieren:
- jede Revolution geht mit viel Geschrei und Aktionismus einher und bringt nur neue Herrscher hervor, die es nicht unbedingt besser können (aktuelles Beispiel Ägypten) Meine Nr. 167 vom 20.02.2011 "Aktuelle Entwicklung in den arabischen Staaten Februar 2011" zeigt beispielhaft, wie leicht die Zukunft deutbar ist, wenn man die Menschen kennt und denken kann.
- im Speziellen würde Prechts Revolution noch nicht mal im Ansatz umsetzbar sein, weil er erst mal die derzeitigen Lehrkräfte umpolen müsste. Das wird nicht funktionieren, weil diese Lehrkräfte Erfahrung haben. Daher müsste er neue Lehrkräfte suchen, die dann auch noch sein revolutionären System verstehen müssten. Zwischenzeitlich (welche Lösung er auch immer finden würde) würde der Lehrbetrieb zusammenbrechen.
- gedacht und nachgedacht hat Precht hier in keinster Weise. Dies als Beweis dafür, dass Precht des DENKENS nicht fähig ist. (er hat nur an sich und die Vermehrung seines Geldes und Einflusses gedacht)


Meine Gedanken zu dem Zeitungsartikel:
Die ZEIT bringt Precht am 11.04.2013 auf die Titelseite. Precht wählt ein Thema, welches
a. nicht umsetzbar ist, sondern nur populistisch ist und dem einfachen Leser nach dem Mund redet und
b. trotz guter Hinterfragungen der beiden Redakteure Thomas Kerstan und Martin Spiewak so 1:1 unkommentiert veröffentlicht wird.
Geht es hier vorrangig um den Buchverkauf?
Dieser Verdacht drängte sich mir beim Lesen in ähnlicher Weise, wie Thies Rabe, stark auf.
Noch mal: Haben sich die beiden Redakteure von Precht um den Finger wickeln lassen, oder sind sie hier nur Handlanger in einem schlechten Spiel?

Geht es wieder nur um Geld scheffeln und nicht um objektive Berichterstattung?
Von „DIE ZEIT“ bin ich bessere Beiträge gewohnt.

Nun zum Denken: Wer, wie Richard David Precht vorgibt, sich mit Immanuel Kant’s Fragen beschäftigt, wie in seinem Buch "Wer bin ich – und wenn ja wie viele?", der hat den Eindruck es mit Precht eher mit einem Politiker zu tun zu haben, der Fragen über Fragen stellt und die Antworten schuldig bleibt. (Das passt dann wieder mit seinem gedankenlosen Auftritt in DIE ZEIT zusammen)

Aus „DIE Zeit“ vom 10.02.2011 “Unser Bürgerphilosoph“ zitiert: Precht als Philosophen zu bezeichnen ist ein Witz. So denken wohl einige Wissenschaftskollegen, Professoren.

Meine Gedanken dazu:
Besonders Precht, wie auch die meisten Philosophen unserer Zeit haben die Bezeichnung „Philosoph“ nicht verdient. Hier verweise ich auf „Das Intelligenzparadoxon der Menschen“, oder warum können die Menschen nicht denken. Zu finden unter der Nr. 239

Kurz die Nr. 239 zusammengefasst:
Alleine die Tatsache, dass „sogenannte“ Philosophen oder auch sonstige Intellektuelle, wie auch Precht sich auf Kant beziehen zeigt mir, dass kaum jemand des DENKENS fähig ist, weder Kant noch die Kant-Versteher.
An dem Kant-Zitat „In dem naturgegebenen Bemühen, seine Wirklichkeit immer besser zu erklären, muss der Mensch sich auch mit Fragen befassen, die sein Erkenntnisvermögen übersteigen. Aufgabe der Philosophie ist es, zu zeigen wo die Grenze der Erkennbarkeit liegt. Dabei entsteht eine Vielzahl von Meinungen, die sich im Konflikt gegenüberstehen …“ kann auf sehr simple Weise Kant’s philosophischer Schwachsinn aufgedeckt werden. Eigenartigerweise gab es in den letzten 250 Jahren keine fundamentale Kritik an Kant, die solches – wie es hier von mir geschieht – aufdeckt.

Eigenartigerweise ist der Kardinalfehler im obigen, ersten Satz von Kant so offensichtlich, dass es mich stark wundert, dass Kant’s philosophischer Schwachsinn über die letzten 250 Jahre solchen Bestand hatte.

Die Beweisführung zu Kant’s philosophischer Schwachsinn ist überraschend leicht darstellbar, nicht nur in meinem Beispiel hier. Zu finden im Web durch googeln „Immanuel Kant, ein irrer Wirrer oder ein wirrer Irrer“

Wer den Fehler nicht fand hier die Auflösung:
Kein einziger Mensch kann sich mit Fragen befassen die sein Erkenntnisvermögen übersteigen. Wie soll so etwas im menschlichen Gehirn ablaufen? Das, was mein Erkenntnisvermögen übersteigt, das ist nicht in meinem Gehirn enthalten. Wie soll ich dazu eine Frage formulieren können? – Das ist unmöglich!

Precht beruft sich zum Teil auf Kant. Da beruft sich ein Blender auf einen anderen Blender. Man kann auch das „e“ in Blender durch ein „i“ ersetzen. Unterm Strich bleibt die Aussage gleich.

Ulrich H. Rose
vom 27.04.2013

Dieser Artikel wurde am 28.04.2013 um 00:02 an den Chefredakteur von DIE ZEIT, Giovanni di Lorenzo geschickt.


Es ist nicht meine Art jemanden oder etwas zu kritisieren ohne nicht eine Lösung aufzuzeigen.
Zur Nr. 240, eine bessere Schule, gibt es keine vielfältigen Lösungen, es gibt nur eine Lösung.
Dies hört sich unüberlegt an - das Gegenteil ist es.

In "Gedanken über unsere heutigen Philosophen" (Nr. 232) ist am Ende noch ein Beitrag vom 21.10.2017 aus der Süddeutschen Zeitung zu Richard David Precht zu finden, der sehr aufschlussreich für mich war, um Richard David Precht besser in seinem "nicht denKen können" zu verstehen. Richard David Precht ist ein Auswendiglerner und "Wissenwiedergeber" (DI).

Um etwas am Schulsystem zu optimieren - ich rede nicht von verändern - ist es notwendig die Lehrer besser auszubilden.
Nur durch bessere Lehrer werden wir auch bessere Schüler bekommen.
Zum Thema "bessere Lehrer" wird von mir in der Nr. 133 "Die Erkenntnis ist das..." beschrieben, welche Art von Lehrern wir für unsere Kinder brauchen. In der Nr. 132 Färbungen wird das konkretisiert.

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de