Gespräch mit Buddha*

*Siddhartha Gautama Buddha = Erwachter

Fragender = F

F: Buddha, bist Du eine Mensch, oder ein überirdisches Wesen?

B: Was meinst du, was ich bin?

F: Naja, ein Mensch so, wie Du aussiehst – obwohl, Du siehst nicht aus wie Buddha.

B: Wie meinst du das? Ich sehe nicht aus wie Buddha, ich sehe nicht aus wie ich?

F: Du bist schlank. Den Buddha, oder die Buddha’s, die ich kenne sind alle mächtig dick und rund.

B: Bist du sicher, dass du mich kennst?

F: Da bin ich mir nicht sicher, nur ich hoffe – nach diesem Gespräch mit Dir – Dich besser zu kennen.

B: Was weißt du eigentlich von mir, was ich so gedacht habe?

F: In hoffe, dass ich Einiges von Dir weiß. Nur das von Dir Gedachte, dass sollen ja nur Überlieferungen sein, oder?

B: Ja, es sind Überlieferungen – und Überlieferungen sind Geschichten, die Menschen weitergeben, egal ob schriftlich oder mündlich.
Die schriftlichen Überlieferungen sind etwas beständiger, nur es sind auch nur Überlieferungen. Jede weitere Wiedergabe einer Überlieferung umrankt sich mit den Gedanken des Wiedergebenden.
Was denkst Du über das, was dir nach ca. 2.500 Jahren als Überlieferung von mir vorliegt.

F: Ich finde, dass deine Gedanken genial, einmalig und sehr weise sind. Wenn ich darüber nachdenke, dann kann es eigentlich nicht sein, dass solch weise Worte in der Kette der Überlieferungen gänzlich verfälscht wurden.
Sind Deine Gedanken gut in den Überlieferungen wiedergegeben worden?

B: Eher nicht, antwortete Buddha. Meine Gedanken und das, was ich aussprach waren und sind weise.
Nur, um dies zu verstehen und dann auch noch zu beurteilen – aus den Überlieferungen heraus –, das kann nicht funktionieren.
Eigentlich ist alles ganz „einfach“ zu verstehen, diese Welt und die eigene Person, nennen wir es „das Ich“.

F: Erkläre mir das bitte genauer.

B: Vieles in den Überlieferungen weist da schon den Weg, nur es sind Worte der, die Überlieferungen weitergebenden Menschen, nicht meine.
Ein Beispiel ist in den Überlieferungen der Weg der Entsagung von allen weltlichen Genüssen, der Askese.
Ein anderer Weg ist die Meditation, das „in sich gehen“, um „das Ich“ zu suchen und evtl. auch zu finden. Ich sehe unendlich viele Wege „das Ich“ oder „zu sich“ zu finden und es sind tatsächlich unendlich viele Wege dahin, nur kaum ein Mensch ist in der Lage „das Ich“ zu finden.

F: Das heißt, dass die Menschen kaum einen Weg zum „Ich“, zu sich selbst finden. Heißt das nicht weiter, dass es aus der Sicht der Menschen äußerst schwierig sein muss, diesen Weg zu gehen und deshalb die „ichsuchenden Menschen“ meinen den entbehrungsreichen Weg gehen zu müssen, um Weisheit, Erkenntnis, Erleuchtung oder, was weiß ich was, zu finden?

B: Aus meiner Sicht ist es leicht weise zu sein.
Wenn ich die Menschen betrachte, dann verstehe ich, warum sie noch nicht mal auf den Weg - hin zur Weisheit (= zur Philosophie) gelangen.
Es gibt unabdingbare Voraussetzungen, um auf den Weg - hin zur Weisheit zu gelangen.
Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist – ich sage es mal sehr einfach – sich nichts vorzumachen, sich nicht anzulügen.
Wenn ich mich in eurer Zeit, jetzt um das Jahr 2012 umsehe, so sehe ich nur Menschen, die sich etwas vormachen, die sich anlügen, die infolge dessen auch andere Menschen anlügen.

Meine Erklärung, warum die Menschen meinen, den beschwerlichen Weg hin zur Weisheit mittels z. Bsp. der Askese, gehen zu müssen ist die, dass die Menschen meinen sich bestrafen zu müssen.
Die Menschen spüren und wissen sehr wohl, dass sie zu sich selber unehrlich sind und auch zu anderen Menschen.
Nur dies zugeben können, das ist ihnen nahezu unmöglich.

Hier dreht sich das Rad der Selbsttäuschung und des Selbstbetruges, welches über die Jahre ständig an Geschwindigkeit zunimmt und kaum zu stoppen ist.

Wenn nun ein Mensch den Wunsch in sich aufzukeimen verspürt sein „ich“ zu finden, dann muss er erst mal sein Rad der Selbsttäuschung und des Selbstbetruges stoppen.

Nur mit diesem Stoppen ist noch gar nichts erreicht.
Erst wenn man bereit ist gedanklich seinen eigenen Weg über die gemachten Selbstbetrugs-Hürden und Selbsttäuschungs-Hürden zurückzugehen und diese Hürden einreißt, erst dann ist man am Beginn des Weges zu „sich selbst“.


Zu vergleichen ist das in etwa damit, dass ihr euch zu einem Psychiater begebt, um Probleme zu lösen.
Auch ein Psychiater kann einem nur helfen, wenn man bereit ist die Ursache(n) der Probleme besprechen zu wollen und dazu gedanklich in der Zeit zurüchgeht.

Wer all diese Ratschläge befolgt, der steht nur am Anfang des Weges hin zur Weisheit.

Den Weg gehen muss jeder Mensch selbst. Hier kann und will ich keine Ratschläge geben, da es aus meiner Sicht unwichtig ist, wie weit man auf diesem Wege kommt.

Wichtig ist nur, dass man den Weg begonnen hat und weiß, dass man auf dem richtigen Weg ist.

F: Ich danke dir Buddha



Ich komme aus dem Glanz ...

Spruch von Buddha zu Glanz Ich komme aus dem Glanz und kehre in den Glanmz zurück.


Du kannst auch statt dem Wort "Glanz" das "Licht" nehmen, das ist dasselbe.

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de