Sich verlassen – vertrauen – glauben / Glaube


Wie hängt das alles zusammen?

A. Sich auf etwas oder jemanden zu verlassen bedeutet nichts anderes, als sich zu verlassen.
Anders gesagt: Wer sich verlässt – im doppeldeutigen Sinn – der ist nicht mehr bei sich.

B. Jemandem zu vertrauen ist im Grunde nichts anderes, als sich zu verlassen.
Wenn man jemandem vertraut, dann gibt man etwas von sich an einen anderen Menschen weg.
Man ist nicht bei sich.

C. Die Steigerung von A und B ist der Glaube oder das Glauben an irgendetwas.
Anders gesagt: Wer glaubt, der hat sich verlassen,
der ist nicht mehr bei sich, der hat sich in eine fremdbestimmte Abhängigkeit begeben.

D. Wer an Götter glaubt und sich darauf verlässt oder vertraut, dass diese Götter ihm helfen,
der wird irgendwann mal an den Punkt gelangen, wo er

a. begreift, dass ihm kein Gott hilft, oder weil er diese nicht begreift oder begreifen will, oder

b. sich kritiklos dem Glauben hingibt und nichts mehr hinterfragt.
Aus dem kritiklosen Glauben entstehen sehr häufig massive Abwehrreaktionen gegen Nichtgläubige.

Wer sich in eine fremdbestimmt Abhängigkeit begibt,
der überlässt das Denken und das Vordenken anderen Menschen
.

Wer fremdes Denken übernimmt, oder wer nicht selber denken kann, oder wer nicht selber denken will,
der brauch sich nicht zu wundern, dass in seinem Kopf Bilder von Göttern, Geistern und Teufeln entstehen,
die den Geist zusätzlich verwirren.

Deshalb:

Glaube nicht und nichts.
Vertraue nur Dir selbst, damit vermeidest Du
in fremdbestimmte Abhängigkeiten zu kommen.


Wer das nicht verstehen will, der sehe sich die Geschichte der letzten 3 Jahrtausende an, denn:

Jedweder Glaube hat nur solange Bestand,
bis er durch Wissen ersetzt wird.

Ulrich H. Rose, * 06.04.1951, vom 23.10.2011


Je wahnwitziger ein Glaube,
desto aggressiver und erbarmungsloser
der Umgang mit Ungläubigen.

UHR vom 06.12.2011

Siehe auch die Nr. 180 "Ein Zwiegespräch mit Gott"

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