Platons Gedanken zur Macht sind für mich heute, am 22.02.2014 , ein gedanklicher Anreiz, um weiterzudenken:

Platons Gedanken:
Um den Machtmissbrauch zu verhindern schlug er vor, dass entweder Könige zu Philosophen, oder Philosophen zu Königen werden sollten.
Platon zweifelte aber bald an der Realisierbarkeit und kam zu dem Schluss, dass nur Gesetze (wenn Sie für alle gelten = Könige und Untergebene) einen wirksamen Schutz gegen Machtausübung bringen.

Dies las ich heute, am 22.02.2014 und machte mir dazu meine Gedanken:

1. Ich selbst kam schon vor 20 Jahren zu dem Schluss – nachdem ich die Menschen besser kennenlernte, dass kaum ein Mensch in der Lage ist, seine – durch Macht und Geld gewonnenen - Vorteile aufzugeben, oder rückgängig zu machen – es sei den:

Dazu ein Spruch von mir vom 12.09.2011:

Ohne tiefe Einschnitte im Leben und ohne Extremst-Erlebnisse bis hin zum Nahtod
ist der einzelne Mensch nicht in der Lage und bereit aus seiner geistigen Lethargie
und dem unsinnigen Streben nach mehr Macht und Geld zu erwachen.


Mein Beispiel dazu vor 20 Jahren und auch jetzt noch ist immer dasselbe: Wenn es schlagartig keine Gesetze und vor allem keine Kontrolle der Gesetzte durch die Polizei mehr geben würde, wir hätten schon nach 14 Tagen in jedem überschaubaren Bezirk einer Stadt einen Mann (keine Frau*), der brutal – mit Mitläufern – die anderen Menschen beherrscht.
* so schrieb ich es im Februar 2014 in meiner Naivität. Dies war falsch. -> siehe dazu die Nr. 53a
2. Viele Menschen, die sich zu diesem Thema Gedanken gemacht hatten, kommen zu dem Schluss, dass kein Mensch in der Lage ist, der Versuchung hin zur Macht zu widerstehen.
Ich weiß, dass est ein dummer Satz ist. Da er schon sehr häufig von vielen Menschen gesagt wurde, aus diesem Grunde möchte ich ihn sezieren:
Diese Menschen, die diesen Satz so von sich geben, die fühlen, dass sie auch nicht die Ausnahme davon sind.
Das zeigt mir indirekt, dass bei den meisten Menschen ein Wirkmechanismus greift, der dem Verstand zuwiderläuft.

Dies sind erst mal Feststellungen – jetzt setzt mein Denken ein.

Zuvor möchte ich noch erwähnen, dass ich mich mit ca. 30 Jahren als Vorstand eines Vereins wählen ließ, um gerade auch die Versuchungen der Macht auf mich (im Kleinen) zu testen. Nach etlichen Jahren als Vorstand stellte ich fest, dass ich den Versuchungen nicht erlegen war.

Mit ca. 50 Jahren schlug ich mir heftig mit der flachen Hand an den Kopf, da ich entdeckte, dass vor dem „ehrlich sein“ noch etwas Wichtiges kommt, das bis dato so noch nicht beschrieben wurde: Das „zugeben können“ und in diesem Zusammenhang auch das "nicht zugeben können".


In dieser Erkenntnis, dass die meisten Menschen nicht zugeben können, steckt:

A. die Erklärung für das Problem der Menschen des immer weiteren Zunehmens an Macht und Geld. Ausnahmen: Wenn die Macht durch Gesetze gemindert wird oder durch Kriege zerstört wird.

B. eine Brisanz, die im persönlichen Gespräch nicht angesprochen darf, da dann nur Widerstände entstehen und Lügen auftauchen.

Deshalb lieber noch einmal: Bitte nicht am lebenden Objekt testen (Jemandem aufzuzeigen, dass dieser nicht zugeben kann), dass geht mit hoher Wahrscheinlichkeit schlecht aus.

Zusammenfassung:
Auch ich komme, wie Platon, zu dem Schluss, dass die Realisierbarkeit von einem friedfertigen Miteinander der Menschen durch Vernunft der Menschen, sprich Machtverzicht der Mächtigen zum Vorteile ALLER, nicht möglich ist, solange es den jetzigen gescheiten, den kontraintelligenten Menschen gibt.

Abhilfe schafft nur das liebevolle Erziehen unser aller Kinder hin zu intelligenten Menschen.


siehe auch:

Nr. 255 Je älter der Mensch wird

Nr. 217 Cornstalk "Jeder ist ein Häuptling" zum Thema Kindererziehung der Indianer

in Definition-Intelligenz.de die Definition von Intelligenz


und im Besonderen "Der Blinde Fleck beim Denken" (DI)

Hier zeigt sich für mich, wie Gescheitheit mit Macht und Machterhalt verknüpft, bei den "sogenannten" Gescheitesten der Gescheiten, bei den Dekanen der Universitäten der Philosophie und der Psychologie, auch nur dazu führt die Macht zu erhalten. Es geht dort nicht um das Gewinnen von neuen Erkenntnissen, wenn diese neuen Erkenntnisse der eigenen Machtausübung schaden.


Noch mal auf Platon zu kommen:
Eigentlich gehe ich deutlich weiter als Platon und würde heute sagen,
dass nicht Philosophen die Politiker beraten sollten, oder selbst das Volk führen sollten,

ich würde sagen, dass

wir die intelligenten Denker und evtl. auch die Weisen (wenn wir sie denn finden sollten) unter uns suchen sollten.

Es würde dann ausreichen, wenn man diesen intelligenten Denkern ein Podium in den Medien verschaffen würde.
Diese Denker müssten dann - jede Woche - die Politiker in ihren Aussagen beurteilen.

Dies würde - mit der Zeit - zu einem Einlenken der Politiker hin zu einem intelligenten Verhalten, d.h. hin "zu einem friedlichen Miteinander" führen.

Schön wäre es, aber dies ist leider nur ein frommer Wunsch, eine Utopie, denn die Mächtigen werden die Macht nicht aus der Hand geben.

Was meinst Du? -> Antwort an ulrichhrose@web.de

Stets sorge, dass ...

Spruch von Laotse zum Volk und Wissenden Stets sorge, dass das Volk ohne Wissen und Wunsch sei. Und sorge zugleich, dass die Wissenden nicht zu handeln wagen.

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de