Die Philosophen sind auf dem richtigen Weg – hin zum Denken.
Ob sie wirklich denken können
und nicht nur
ihr angelerntes Wissen wiedergeben,
das bleibt den Zuhörenden verborgen.

Deshalb ist die Bewertung der Denk-Qualität, des Denk-Vermögens eines Philosophen kaum bis nicht möglich.

Einzig die Wiedergabe-Richtigkeit der Zitate und Gedanken großer Vordenker kann beurteilt werden.

Erst das Verknüpfen von Gedanken großer Vordenker mit anderen Gedanken, am besten den eigenen Gedanken, kommt dem Denken schon sehr nahe, egal ob beim Vortragenden (Philosophen) oder beim Zuhörenden.

Ulrich H. Rose * 06.04.1951
vom 20.03.2012


P.S.
Aus Obigem ergibt sich:
Das Ziel eines Studiums (der Philosophie oder ein anderes) mit dem Abschluss der Promotion sollte sein:
Die Studierenden zum Denken anregen und zum Denken bringen.
Diejenigen, die denken können, die werden mit höherer Wahrscheinlichkeit Neues erschaffen können,
gegenüber denen, die des Denkens nicht in der Lage sind.

Nichtdenker analysieren = vergleichen und werten.

Denker stellen (sich) Fragen und suchen nach Lösungen.

Denker sollten forschen. Denker geben evtl. Antworten.



Nachtrag und quasi Wiederholung:

Wie kann man Denker von Nichtdenkern unterscheiden?:

Wahrscheinlich kaum, da man den Wissensinhalt eines vortragenden Philosophen nicht im eigenen Kopf hat und deshalb auch nicht einschätzen kann, ob dieser nur sein erworbenes Wissen wiedergibt, oder seine eigene Gedanken dazu weitergibt. Wenn er seine eigenen Gedanken dazu weitergibt hilft das dem Zuhörenden evtl. auch nicht, da dieser die Denkqualität des Philosophen höchstwahrscheinlich nicht einschätzen kann.



Was sagt uns das alles und worauf möchte ich hinaus:

Alles schlau Dahergesagte (auch meines hier) hilft nichts, wenn man es nur 1:1 übernimmt und so weitergibt.
Wichtig ist, dass man darüber nachdenkt (Nr. 123) und wenn möglich versteht.

Das Verstandene sollte dann im eigenen Wissensspeicher (Gehirn, nicht PC) abgelegt sein und abrufbar sein.

Siehe auch die Nr. 169 = Gedanken zu KT „Plagiate und woher kommt das Wissen in Doktorarbeiten?

Siehe auch die Nr. 232 = "Gedanken über unsere heutigen Philosophen"

Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose

Der blinde Fleck beim Denken von Ulrich H. Rose Oder, der blinde Fleck des Denkens. Ulrich H. Rose vom 09.08.2011

Siehe dazu auch die Nr. 137 "Der blinde Fleck beim Denken"
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