Provozieren, um die Menschen zum Nachdenken zu bringen.

Beispiel: Gunnar Heinsohn

Gunnar Heinsohn, geboren 1943 in Gdynia/Polen (deutsch Gdingen, Gotenhafen (1939–1945) , studierte Soziologie, Geschichte, Psychologie, Wirtschaftslehre und Theologie an der Freien Universität Berlin. Er promovierte in Sozialwissenschaft und in Wirtschaftstheorie. Seit 1984 ist er Professor der Sozialpädagogik an der Universität Bremen. Schwerpunkte seiner Forschung bilden Geschichte und Theorie der Zivilisation.

Am Freitag, den 04.04.08 war Heinsohn im BR-Fernsehen in der Sendung „SüßStoff“ zu sehen.
SüßStoff – die Latenight aus dem Münchner Volkstheater. Gespräche, Kabarett und Musik, unterhaltend, witzig, informativ. Eine Fernsehsendung, aber auch ein Theaterabend. Ein Treffpunkt, bei dem Wissende (oft auch Experten genannt) und Unwissende (oft auch Moderatoren genannt) und Publikum (oft auch Menschen genannt) zusammen sitzen, um sich über Fragen von allgemeinem Interesse auseinanderzusetzen.

Und wenn die Zeit nach hoffentlich anregenden, geistreichen und informativen Diskussionen noch reicht – dann wird auch gesungen. Wissen sie jetzt, was Süßstoff ist? Nicht?


Heinsohn
publizierte im Buch „Söhne und Weltmacht“ die These, ein Überhang an jungen Männern mache eine Gesellschaft gewaltbereit und prädestiniere sie für kriegerische Handlungen.

Eine weitere These, dass den Mächtigen junge Männer als Kanonenfutter lieferte, ist von Heinsohn die, dass Kirche und Staat mit der Hexenverfolgung die „weisen Frauen“ = dies waren neben den Hexen auch die Hebammen, beseitigten, um dadurch Schwangerschaftsabbrüche zu verhindern.
Diese Behauptung ist von den Wissenschaftlern wegen methodischer Mängel zurückgewiesen worden, nur der Gedankenansatz ist für mich sehr interessant, da ich schon seit ca. 20 Jahren behaupte, dass auch in unseren Gesellschaften, auch in Deutschland Mächtige im Hintergrund stehen, die verhindern, dass unseren Kinder in den Schulen nahegebracht wird, was sie als Erwachsene erwartet. Es wird verhindert, dass ihnen nahegebracht wird, warum ihre Eltern so sind, wie sie sind – warum ihre Eltern so geworden sind, wie sie sind und letztendlich, dass ihnen (den Kindern) ähnliches bevorsteht. Daraus resultiert höchstwahrscheinlich der Generationenkonflikt.

Meine, provozierende Behauptung* seit ca. 20 Jahern, die sich aus diesem Missstand formuliert ist die, dass die Mächtigen (Politiker, Wirtschaftsbosse, Gewerkschaftsführer, Kirchenfürsten) sich fürchten müssen, wenn der Nachwuchs intelligent ist und sich nicht mehr bevormunden lässt.

Ein
intelligenter Nachwuchs braucht nicht einen Politiker, nicht einen Gewerkschaftsführer, nicht einen Prediger – nicht einen Wirtschaftsboss oder Manager, der letztendlich nur an sich denkt, und der die gewinnbringende Masse Mensch am langen Arm vegetieren lässt zugunsten seines dekadenten Lebens.


* Diese Behauptung ist etwas überzogen und gilt im Einzelfalle nicht für jeden.
Nur die Gedankenansätze, die sich daraus ergeben könnten, sind so weitreichend positiv für die Menschheit, dass man den provozierenden Gedankenansatz als positiven Wegbereiter bezeichnen und letztendlich als legitimes Stilmittel ansehen kann.

Ulrich H. Rose
vom 23.08.2008

-> siehe dazu eine weitere Provokation von mir, die Nr. 263 "Gescheite Menschen sind nur Wissenwiedergeber"

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de