Um die Möglichkeiten des Gehirnes optimal zu nutzen ist es unabdingbar wichtig, dass die Gehirnkapazität nicht mit Unnützem und mit Schädlichem belastet wird.

Unnütz und schädlich für das Gehirn ist aus der Sicht eines intelligenten Wesens:

1.
Wer lügt, der bindet sehr viel Gehirnkapazit
Warum?: Wer lügt möchte nicht dabei ertappt werden , dass er lügt, auch nicht zu einem späterem Zeitpunkt darf die Lüge von Anderen aufgedeckt werden.
Um das Aufdecken von Lügen zu verhindern wird sehr viel an Gehirnkapazität für weitere Lügen und Gegenstrategien gegen das Aufdecken von Lügen verbraucht.
Durch das Lügen wird das Gehirn stark gefordert (oft zu Höchstleistungen); nur in diesem Zusammenhang von Intelligenz oder intelligentem Verhalten zu sprechen ist falsch, weil klares und freies Denken absolut nicht mehr möglich ist: Zum Einen werden durch die eignen Lügen Denkmuster initiiert und manifestiert, die Trugschlüsse beinhalten, zum Anderen unterstellt der Lügende mit höherer Wahrscheinlichkeit auch seinen Mitmenschen, dass sie lügen. Hierbei wird klares und freies Denken nahezu unmöglich.

2.
Wer die Vorstufe von Lügen = „nicht zugeben (können)“ lebt (sich selbst gegenüber und in der 2. Stufe auch Anderen gegenüber), der kann sich selber nicht in seinem Handeln verstehen, da beim häufigen Wiederholen von „nicht zugeben (können)“ = lügen, sich neue Wahrheiten bilden, die der nicht „Nichtzugebende“ kaum noch als Trugschlüsse/Lügen erkennt - erkennen will.
Da „nicht zugeben (können)“ vor dem Lügen kommt, wird verständlich, dass solche kontraintelligenten Verhaltensweisen unmöglich zu klarem Verstand führen können und somit Intelligenz oder intelligentes Verhalten unmöglich machen.

3.
Wer tatsächlich zugeben kann, der ist noch ein gehöriges Stück von der Intelligenz weg, da der Glaube (an was oder wen auch immer ) Intelligenz verhindert.
Warum ist das so?
Ein intelligentes Wesen weiß, dass Glauben "nicht wissen" bedeutet.
Anders formuliert: Wer glaubt hat ein Problem mit Richtigem. Dies lässt ein richtiges Ergebnis in den Bereich des Glaubens abdriften und lässt weiteres, klares Denken und Schlussfolgern unwahrscheinlicher werden.
Ein intelligentes Wesen geht mit Wahrscheinlichkeiten um und weiß ein Ergebnis von der Wahrscheinlichkeit her einzuordnen. Ein intelligentes Wesen weiß auch, dass zur Beweisführung so wenig, wie möglich Beweise nötig und wichtig sind, da bei einer wachsenden Anzahl von Beweisen und Beweisführungen die Wahrscheinlichkeit abnimmt. (-> siehe die Papstrede in Regensburg)

Intelligente Wesen denken folgendermaßen: Wer zu Aussagen sich mit Wahrscheinlichkeiten annähert, der hält sich Möglichkeiten offen, dass sich evtl. eine der Aussagen in der Zukunft als richtig rausstellen könnte.
Kontraintelligente Wesen, die glauben, sind von der Wahrscheinlichkeit her betrachtet (und die Geschichte lehrt uns, dass dies so ist) kaum in der Lage neue Erkenntnisse als richtig zu erkennen und verharren stur (zu lang) an ihrer, einmal geglaubten Meinung. -> siehe die Religionen mit ihren Dogmen



Wer nicht glaubt und weiß, dass es zu jeder Frage eine Lösung geben wird (es fragt sich nur wann), der wird sich Unbekanntem von den Wahrscheinlichkeiten her nähern und sich nicht dogmatisch nur eine Lösung herauspicken. Wer dieses Denken nach Wahrscheinlichkeiten verinnerlicht, der kann auch nicht mehr richtig streiten.

Intelligente Wesen untereinander würden nie streiten können, da es anhand des Wahrscheinlichkeitsdenkens extrem unwahrscheinlich erscheint, dass Streit entstehen kann.

Intelligente Wesen (unter kontraintelligenten Wesen) würden, nach dem Studieren der kontraintelligenten Wesen das Streiten simulieren müssen, um von den kontraintelligenten Wesen verstanden zu werden.
Warum?: Wenn ein intelligentes Wesen (welches nicht lügt und zugeben kann) sich mit einem kontraintelligenten Wesen unterhält (welches lügt und nicht zugeben kann), dann gibt es zwei Lösungsansätze seitens des intelligenten Wesens:
Man bricht das Gespräch ab oder versucht auf kontraintelligenter Basis kontrovers (= Diskussion, von Polemik und Streit begleitet) zu diskutieren bis hin zum Streit (den man dann als intelligentes Wesen spielt)

Das zu erreichende Resultat solch einer Unterhaltung unterliegt auch wieder einer Wahrscheinlichkeit, wobei hier die Wahrscheinlichkeit geringer sein wird, dass ein (wahrscheinlich) richtiges Ergebnis erzielt wird.


Zusammenfassung:

Wenn der Anteil der zugebenden und nicht glaubenden Menschen sich wesentlich erhöhen würde, was im positiven Nebeneffekt zu friedvollem Umgang miteinander führen würde, dann wird sich auch meine Definition des Wortes Intelligenz durchsetzen.

Warum?: Wenn heute mit Intelligenz = „zugeben können und nicht glauben müssen“ dies dem Großteil der Weltbevölkerung nahegebracht werden soll, dann ist das nahezu unmöglich, da damit einhergehend ein erhebliches Aggressionspotential der kontraintelligenten Masse frei wird, welches gegen die Intelligenz gerichtet ist.

Näheres kann sich jeder intelligente Mensch denken.

Fast jeder kontraintelligente Mensch wird hier gefühlsmäßig dagegen sein, da er seine kontraintelligenten Pfründe (Geld und Macht) gefährdet sieht.


Ulrich H. Rose
20.07.2008
weitergeschrieben am 10.12.2008
fertig: nein!

Weitere Domians = www.Definition-Intelligenz.de + www.Erkenntnis-Reich.de